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Dresden: Becker vermeidet ein Bekenntnis zu Schmidt

imago images / Picture Point

Das 1:2 bei Holstein Kiel war Dresdens sechste Pflichtspielpleite in Folge, Aufstiegstrainer Alexander Schmidt droht daher nun seinen Job an der Seitenlinie zu verlieren. Nach der Begegnung vermied Sport-Geschäftsführer Ralf Becker jedenfalls ein Bekenntnis zu dem 53-Jährigen und kündigte eine genaue Analyse für diesen Samstag an. 

Becker kündigt eine genaue Analyse der Situation an

Innerhalb von nur 96 Sekunden ist die Luft für Alexander Schmidt als Trainer von Dynamo Dresden noch einmal gehörig dünner geworden. Länger brauchte Holstein Kiel am Freitagabend nicht, um die zwischenzeitliche Führung der Sachsen durch Heinz Mörschel (32.) noch in einen 2:1-Erfolg umzuwandeln und die Gäste somit weiter in die sportliche Krise zu stoßen. Zunächst traf Benedikt Pichler per Elfmeter (65.), bevor Fabian Reese mit dem nächsten Angriff den Siegtreffer für die Störche erzielte (66.). Für Dresden war es die sechste Pflichtspielpleite in Folge, wodurch dem Aufsteiger nach dem 13. Spieltag im schlimmsten Fall der Absturz auf den Relegationsplatz droht.

Entsprechend ist die Trainerdiskussion bei Dynamo natürlich voll entbrannt, zumal mit der nun anstehenden Länderspielpause der perfekte Zeitpunkt wäre, um einen Wechsel an der Seitenlinie zu vollziehen. Bei "Sky" vermied Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Becker im Anschluss an die Partie jedenfalls zunächst einmal ein Bekenntnis zu Schmidt und kündigte für den Samstag an, dass man sich "in Ruhe zusammensetzen und die Situation besprechen" werde. Der Coach selbst, seit April diesen Jahres bei Dynamo Dresden auf dem Trainerstuhl, bezeichnete sich auf der Pressekonferenz auf die Frage zu seiner Zukunft bei den Sachsen als "falschen Ansprechpartner" und wollte zu dem Thema nicht mehr sagen.

Schmidt schützt sein Team: "Der Mannschaft keinen Vorwurf"

Stattdessen nutzte Schmidt lieber die Bühne, um sich einmal mehr schützend vor seine Spieler zu stellen. "Der Mannschaft keinen Vorwurf. Ihr könnt jetzt draufhauen, aber die Jungs sind einfach sehr enttäuscht, wie auch das Trainerteam und ich jetzt speziell", meinte der 53-Jährige, der seinem Team den vollen Einsatz attestierte. "Sie hauen in jedem Spiel alles rein, aber es reicht halt an verschiedenen Dingen nicht oder verschiedene Dinge sind nicht so, wie wir uns das vorstellen", so Schmidt. Dabei bemängelte er insbesondere die Gegentore, die sich seine Mannschaft wieder einmal viel zu leicht gefangen habe.

Ob er selbst daran noch einmal etwas wird ändern können, wird sich wohl in den kommenden Tagen schon entscheiden. Das nächste Spiel steht für Dynamo Dresden jedenfalls erst in 15 Tagen auf dem Programm (Sonntag, 21.11 um 13.30 Uhr), dann ist Fortuna Düsseldorf zu Gast im Rudolf-Harbig-Stadion.