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Dresden: Hartmann-Kritik an Abbruchsplänen mit Abstieg

© imago images / Picture Point LE

Der Vorschlag aus dem Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) für eine Abstiegsregelung auch im Falle eines Saisonabbruchs stößt bei Schlusslicht Dynamo Dresden nicht nur wegen der sportlich prekären Situation und der momentanen Quarantäne auf Widerstand. Vize-Kapitän Marco Hartmann kritisiert die auch generell umstrittene Initiative der Ligaverbands-Spitze wegen mangelnder Fairness.

"Das wäre nicht fair“

"Wir sind gerade in Quarantäne und sehen zu, was die anderen machen. Dann wird die Saison abgebrochen und wir sind abgestiegen, ohne überhaupt eingreifen zu können. Selbst wenn man eine Quotienten-Regel nehmen würde, wäre das nicht fair“, zitierte die Bild-Zeitung Hartmann aus einem Video-Gespräch für die Online-Sendung Bild live Bundesliga.

Die DFL-Führung hatte in der vergangenen Wochen den Erhalt einer Auf- und Abstiegsregelung in den beiden höchsten Ligen auch bei einem vorzeitigen Abbruch der Spielzeit wegen neuer Probleme durch die Corona-Pandemie von der Mitgliederversammlung beschließen lassen wollen. Allerdings musste die Entscheidung darüber vertagt werden, weil alleine aus der Bundesliga mehrere Vereine eine solche Verfahrensweise ablehnen.

"Sollte die Saison aus welchen Gründen auch immer abgebrochen werden, ist es für mich schwierig, mir vorzustellen, die aktuelle Tabelle zu nehmen“, meinte auch Hartmann.

Dresden trägt momentan in die "Rote Laterne“ des Unterhauses. Der Rückstand der Sachsen auf den Relegationsplatz beträgt vier Zähler und zum rettenden Ufer noch einen Punkt mehr. Wegen drei positiven Corona-Tests befindet sich das gesamte Dynamo-Team seit der Vorwoche in Quarantäne und ist dadurch am kommenden Wochenende wie schon beim Re-Start im deutschen Profi-Fußball am zurückliegenden Wochenende nur Zuschauer.

Nächster Corona-Test entscheidend

Ob Dresden am letzten Mai-Wochenende ins Liga-Geschehen eingreifen kann, hängt von den Ergebnissen der nächsten Corona-Testungen ab. "Der nächste Test wird zeigen, ob wir die interne Infektionskette durchbrechen konnten“, verdeutlicht Hartmann die Bedeutung der anstehenden Untersuchungen.

Die drei infizierten Dynamo-Spieler zeigen laut Hartmann weiterhin keine Symptome der Viruserkrankung. Wie der 32 Jahre alte Innenverteidiger außerdem verriet, würden die "Sorgenkinder“ sogar auch bereits wieder an den Übungseinheiten der Sachsen während der Isolationsphase teilnehmen: "Sie trainieren teilweise schon mit, natürlich noch nicht die hochintensiven Sachen.“