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Dresden: Trotz Terrazzinos Traumeinstand "noch ein langer, langer Weg“

© imago images / Jan Huebner

Party-Alarm geht anders: Ein gelungener Abend voller erfreulicher Premieren löste bei Dynamo Dresden alles andere als Euphorie aus. Nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg des Schlusslichts im Abstiegsduell mit dem Aufsteiger Karlsruher SC durch den Traumeinstand von Matchwinner Marco Terrazino mahnte Trainer Markus Kauczinski trotz seines ersten Sieges im dritten Spiel als Dynamo-Coach zur Besonnenheit.

"Ein erster Schritt“

"Natürlich genießen wir das. Es war ein erster Schritt, aber es ist noch ein langer, langer Weg“, sagte Kauczinski auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff seines ersten Heimspiels mit Dynamo.

Immerhin beendeten die Sachsen durch den Siegtreffer von Terrazzino (38.), der erst zu Jahresbeginn von Bundesligist SC Freiburg bis zum Saisonende ausgeliehen worden ist, ihre Negativserie von zuvor fünf Spielen ohne Erfolgserlebnis mit obendrein nur einem Punkt. Der erfolgreiche Start in den zweiten und entscheidenden Saisonabschnitt brachte Dresden zudem auch wieder die Nichtabstiegsplätze zumindest in Sichtweite: Vorläufig beträgt der Rückstand zum "rettenden Ufer“ nur noch vier Zähler.

Lob und Tadel

Von der deutlich günstiger gewordenen Tabellenkonstellation ließ sich Kauczinski nach dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub, bei dem der 49-Jährige zwischen 2012 und 2016 mehr als vier Jahre auf der Bank gesessen hatte, jedoch nicht blenden: "Wir sind zufrieden, aber wir haben noch Luft nach oben. Wir hätten den Sack früher zumachen sollen.“

Gleichwohl aber hatte der Coach auch lobende Worte für seine Mannschaft parat. "Wir hatten zwar zunächst nicht genug Risiko in der Tiefe, das ist aber von Minute zu Minute besser geworden. Wir sind immer sicherer geworden und haben uns auch ins letzte Drittel kombinieren können“, resümierte Kauczinski.

Vor der Reise zum ersten Auswärtsspiel des Jahres am Sonntag bei Aufstiegskandidat 1. FC Heidenheim registrierte Kauczinski zudem weitere positive Aspekte im Auftritt seines Teams. "Wir haben umgesetzt, was wir in der Vorbereitung angedeutet haben, denn wir haben die Räume gut besetzt und gut verteidigt, als Karlsruhe Druck gemacht hat. Ich bin froh, dass man sehen konnte, dass unsere Arbeit fruchtet“, sagte der gebürtige Westfale.