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Dritte Hansa-Pleite in Folge: "Haben Fortuna tatkräftig unterstützt"

© IMAGO / Christian Schroedter

Die Hansa-Kogge hat in Düsseldorf erneut Schiffbruch erlitten. Schon in der Anfangsphase machte die Fortuna per Traumtor deutlich, wohin sich der Abend der Ostseestädter entwickeln sollte – nämlich zur 1:3-Niederlage. Jens Härtel und seine Mannschaft schnupperten zwar kurz ins Spiel hinein, doch über weite Strecken waren die Gäste dann eher chancenlos.

Hansa verschläft die erste Halbzeit

Lukas Fröde stieg zum Kopfball hoch, setzte sich gegen einen Gegenspieler durch und nickte aus kurzer Distanz ein – die 61. Spielminute war wohl die beste Phase im Rostocker Spiel am Samstagabend. Kurz darauf machte Fortuna Düsseldorf aber mit dem dritten Treffer den Deckel drauf. "Unter dem Strich war das ein klar verdienter Sieg", hielt Hansa-Coach Jens Härtel ohne Umschweife fest. In seiner Ansicht hatte Rostock die Partie schon in der ersten Hälfte verloren: "Für mich ist ärgerlich, dass wir auch wirklich schlecht ins Spiel gekommen sind."

Die 0:2-Pausenführung für Düsseldorf sei sogar noch schmeichelhaft gewesen, denn gerade in der ersten Halbzeit habe Rostock "nicht stattgefunden". So war auch im dritten Spiel infolge nichts für die Ostseestädter zu holen – nach Karlsruhe (0:2) und Hannover (0:1) setzt sich die Niederlagenserie fort. Das hätte nicht sein müssen, wie Härtel auch fand: "An allen Düsseldorfer Toren hatten wir unsere Aktien und haben Fortuna tatkräftig unterstützt." Exemplarisch hob er den dritten Gegentreffer hervor, bei dem Rick van Drongelen die falsche Entscheidung traf, indem er seinem Gegenspieler einen entscheidenen Haken erlaubte.

"Für uns eine schwierige Phase"

Deutlich wurde in Düsseldorf, dass das Hansa-Getriebe knirscht. Schon vor der Partie, so gab Härtel zu, habe er sich im zentralen Mittelfeld nur schwierig entscheiden können, ob er Dong-Gyeong Lee oder Sebastien Thill aufbieten sollte. Noch vor der Pause revidierte er seinen Vorzug für den Luxemburger (38.). "Ich hatte das Gefühl, dass ich wechseln muss. Dass wir etwas verändern müssen. Für den Spieler ist das ein bitterer Moment", war sich der Fußballlehrer bewusst. Doch auch diese Szene ist nur exemplarisch für die Rostocker Schwierigkeiten in den letzten Wochen.

Klar ist, dass der Ball nicht über die Linie geht. Bei sechs Treffern stellt Rostock bislang die zweitschwächste Offensive. Top-Torschütze John Verhoek (17 Tore im Vorjahr) traf bislang nur einmal in die Maschen. Doch an einzelnen Personalien wollte Härtel die kleine Krise nicht festmachen – viel mehr fehlten ihm insgesamt Intensität und die Bereitschaft in Zweikämpfen und im Gegenpressing. "Gefühlt waren wir immer einen Schritt zu spät", so Härtel. Daran ändert auch das schöne Tor nichts, das sich Rostock dann herausgespielt hat. Härtel kam nicht drumherum: "Es ist für uns eine schwierige Phase." Am kommenden Samstag soll die Trendwende gegen den 1. FC Magdeburg folgen.