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Dritte Pleite in Serie: Dresden "in der harten Realität der 2. Liga angekommen"

imago images / Beautiful Sports

Mit dem 0:1 beim SV Darmstadt 98 kassiert Dynamo Dresden die dritte Ligapleite in Serie und ist laut Trainer Alexander Schmidt nun "in der harten Realität der 2. Liga angekommen." Gegen die Lilien wurde ein Patzer von Torhüter Kevin Broll zum Verhängnis, auch weil die Sachsen trotz langer Überzahl zu wenige eigene Torchancen zu kreieren wussten.

Schmidt fehlen "Cleverness und spielerische Note"

64 Spielminuten lagen zwischen der roten Karte für Darmstadts Fabian Schnellhardt nach einem üblen Tritt gegen Yannick Stark (8.) und der gelb-roten Karte nach wiederholtem Foulspiel für Dresdens Julius Kade (72.). 64 Spielminuten, in denen die zahlenmäßig überlegenen Sachsen aber viel zu wenig Dominanz auf den Platz brachten und sich auch kaum mal eigene Torgelegenheiten herausspielten. "Wir waren von der Cleverness und der spielerischen Note nicht stark genug, dass wir Torchancen kreieren", musste Trainer Alexander Schmidt auf der Pressekonferenz hinterher konstatieren, wollte seinem Team "Mentalität und Willen" aber gar nicht absprechen. "Jeder, der mal Fußball gespielt hat weiß, dass ein Mann mehr keine Garantie ist, dass ich jetzt den Gegner an die Wand spiele."

Zumal dieser Gegner es verstand, in der Defensive die Räume eng zu machen und sich in Unterzahl immer wieder auf eigene Konter zu verlegen. Und schließlich war da noch Tobias Kempe, der die Lilien per Freistoß in Führung brachte (14.), wobei Torhüter Kevin Broll grob danebenpackte. "Wir gewinnen und verlieren zusammen. Kevin hat bisher eine tolle Saison gespielt und hat super Bälle rausgeholt", nahm Schmidt seinen Torhüter in Schutz, weiß nun aber auch darum, dass die Stimmung nach drei Niederlagen in Serie so langsam zu kippen droht.

Dresden muss nach drei Niederlagen wieder Punkte sammeln

"Wir dürfen jetzt nicht mit der Einstellung rangehen, dass wir irgendwas befürchten. Die Mannschaft hat Qualität, das haben wir schon gezeigt", versuchte der Coach der Sachsen entsprechend direkt entgegenzusteuern und forderte von seinen Männern, "positiv" zu bleiben. Nach dem zunächst tollen Saisonstart sei man als Aufsteiger nun "in der harten Realität der 2. Liga angekommen" und müsse jetzt "wieder alles in die Waagschale legen", um die letzten Ergebnisse abzuhaken und wieder Punkte zu sammeln.

Die nächste Möglichkeit dazu ergibt sich am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen. Verzichten muss Schmidt dann aber vermutlich auf Panagiotis Vlachodimos, der gegen Darmstadt schon nach 17 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. "Ich befürchte, es ist etwas Schlimmeres. Ich will positiv bleiben, aber wenn ich wie bei Tim Knipping Knie höre, dann heißt das meistens nichts Gutes", so die Sorge des Dresdner Trainers.