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"Dürfen nicht träumen": 96 peilt in Hamburg die Wende an

© imago images / Joachim Sielski

Nach einem ordentlichen Start in die Saison wurde Hannover 96 zuletzt bis in den Tabellenkeller durchgereicht. Die Mannschaft kann sich den Absturz nur bedingt erklären. Wie der Negativlauf trotzdem beendet werden soll, erklärte Kapitän Dominik Kaiser nun der "Bild".  

Hannover braucht dringend Punkte

Sollte Hannover 96 am Samstag auch beim Hamburger SV verlieren, könnte das sogar den Absturz auf Tabellenplatz 16 bedeuten. Die Roten sind derzeit völlig außer Form und warten bereits seit vier Partien auf einen Dreier. Dabei wähnten sich die Niedersachsen noch vor wenigen Wochen auf dem richtigen Weg. Nach dem 5. Spieltag belegte die Elf von Trainer Kenan Kocak den dritten Rang. "Leider haben wir das Level nicht halten können", erklärt 96-Kapitän Kaiser. "Wir tun uns alle gerade schwer, unser absolutes Top-Niveau am Wochenende abzurufen."

Dass es jedoch Höchstleistungen braucht, um in der 2. Bundesliga zu bestehen, zeigte sich erst am vergangenen Sonntag. Hannover machte gegen Kiel zwar kein wirklich schlechtes Spiel, unterlag am Ende aber trotzdem mit 0:3. "Punktetechnisch hinken wir unseren Ansprüchen extrem hinterher. Die letzten Wochen waren nicht zufriedenstellend. Jeder weiß, dass wir in den nächsten Wochen punkten müssen", spricht Kaiser Klartext. Anfangen sollten die Roten damit bestenfalls schon beim Tabellendritten aus Hamburg. Da auch die Rothosen zuletzt schwächelten, geht es für beide Teams um viel. Hannovers Kapitän sieht darin "aber auch eine Chance, endlich auch auswärts ein richtiges Zeichen zu setzen."

"Der Aufstieg ist weit weg"

Um das zu bewerkstelligen, müssen die Leinestädter vor allem die richtigen Schlüsse aus den schwachen Auswärtsauftritten ziehen. Das Schwierige daran: zuweilen wirkte das Team ratlos, die Ursachen für den plötzlichen Absturz sind noch immer nicht ganz klar. Kaiser begibt sich auf Fehlersuche: "Wir haben es in den letzten Wochen mit einer offensiven Variante versucht, leider hat sich das nicht wie gewünscht in Ergebnisse umgemünzt. Entscheidend ist, dass du kompakt auftrittst. Das ist uns vor allem in der zweiten Halbzeit in Würzburg und in Fürth völlig abhanden gekommen."

Wichtig sei es auch, dass die Mannschaft den Ernst der Lage erkenne, statt in Aufstiegsträumen zu schwelgen. "Der Aufstieg ist derzeit weit weg", stellt der Mannschaftsführer klar und gibt sogleich die Marschroute vor: "Jetzt sind erstmal andere Dinge wichtig. Wir dürfen nicht groß von Dingen träumen, müssen unsere Linie finden und bis Weihnachten Leistung abrufen und punkten."