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Düsseldorf will es ruhig angehen: "Nicht immer über Aufstieg reden"

© IMAGO / Eibner

Welche Chancen behält sich Fortuna Düsseldorf im Aufstiegsrennen vor? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Akteure der Rheinländer nicht mehr. Die Elf um Marcel Sobottka will einen guten Fußball anbieten – wie beispielsweise in Osnabrück. Dort sorgten die Treffer zweier Sorgenkinder für die Erlösung. Und Hoffnung.

Vier Punkte zum Spitzentrio

Es ist in dieser Saison das ewige Leid der Düsseldorfer, dass sie sich nie so richtig aus dem Aufstiegskampf verabschieden – aber auch nicht wirklich dort hineinrutschen. Ein Thema, das deshalb ohnehin nicht mehr auf der Agenda der Landeshauptstädter stehen soll. "Wir tun gut daran, nicht immer über den Aufstieg zu reden, sondern uns darauf zu konzentrieren, guten Fußball zu spielen und Siege zu holen", erklärte Marcel Sobottka nach dem 3:0-Erfolg in Osnabrück, bei dem die Düsseldorfer ihre Worte in Taten umsetzten. Denn Sobottka war klar: "Das ist das Einzige, was wir beeinflussen können."

Vier Punkte rangieren die Düsseldorfer somit wieder hinter dem Hamburger SV und der SpVgg Greuther Fürth bei gleicher Anzahl an Spielen. In der verzerrten Tabelle sind finale Aussagen über den Rückstand jedoch noch nicht möglich. Das gilt auch für den Tabellenkeller, in dem Osnabrück durch die Niederlage stecken blieb. Rückkehrer Emmanuel Iyoha ahnte, dass die Lila-Weißen es den Düsseldorfern nicht leicht machen würden: "Die Osnabrücker brauchen in ihrer aktuellen Situation jeden Punkt, das hat man gemerkt – sie haben sich in jeden Ball geworfen und es gut gemacht." Dennoch erlösten Kristoffer Peterson und Dawid Kownacki die Fortuna, aber gleichzeitig auch nicht. Denn das Bangen geht weiter.

Fortunas mehrfache Hängepartie

"Wir sind hierhin gefahren und wussten, dass wir unbedingt gewinnen müssen", ordnete Peterson die Begegnung nach Abpfiff ein, sodass es wohl intern wieder einmal als die vermeintlich letzte Möglichkeit für das Aufstiegsrennen gegolten hat. Der Schwede erzielte seinen Treffer im ersten Abschnitt, in der zweiten Hälfte erhöhte Kownacki vom Punkt. Sobottka machte es danach ganz kurios: "Ich hatte bei meinem Treffer tatsächlich vor, aufs Tor zu schießen – es sollte also keine Flanke sondern ein Torschuss werden. Aber natürlich ist es pures Glück, dass der Ball abgefälscht wird und als Bogenlampe so hinten reinfällt."

Somit geht die Hängepartie um den Aufstieg in der 2. Bundesliga weiter, auch Düsseldorf mischt immer noch mit. Gleichzeitig bedeutet das auch weiterhin eine Unklarheit um die Zukunft von Cheftrainer Uwe Rösler, dessen Vertrag dem Vernehmen nach immer noch nur bei einer Rückkehr in die Beletage verlängert werden würde. Für den 52-Jährigen spielte das keine Rolle, er nutzte die coronabedingte Zwangspause für seine Mannschaft: "Aufgrund des KSC-Ausfalls konnten wir uns zwei Wochen lang auf dieses Spiel vorbereiten und unser Plan ist mit Ausnahme der ersten zehn Minuten aufgegangen. Es war ein verdienter Sieg."