• Facebook
  • Twitter

Duisburg: Gruev will historische Pleite verhindern

Nach vier Spieltagen steht der MSV Duisburg noch punkt- und torlos am Tabellenende der 2. Bundesliga und könnte am Freitagabend bei Union Berlin (18.30 Uhr) somit für einen neuen Negativrekord sorgen: Denn noch nie in der Geschichte der zweiten Liga hat eine Mannschaft nach fünf Spieltagen mit null Punkten und ohne eigenen Treffer dagestanden.

Gruev sieht DFB-Elf als Vorbild

Es wäre ein neuer Zweitligarekord, auf den beim MSV Duisburg wirklich jeder verzichten könnte, in aller erster Linie aber Trainer Illia Gruev. Nach vier Pleiten aus vier Spielen ist der Druck auf den 48-jährigen Bulgaren schon enorm gestiegen, entsprechend intensiv nutze er zusammen mit seinem Team die Länderspielpause und will sich nun auch ein Beispiel an der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw nehmen: "Ich wünsche mir, dass wir uns mit Einstellung und Engagement ähnlich präsentieren, wie jetzt die deutsche Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft", wird Gruev im "Kicker" zitiert.

Torwartwechsel in der Diskussion

Das nötige Selbstvertrauen dafür holte sich seine Mannschaft zuletzt bei zwei Testspielsiegen gegen den niederländischen Erstligisten Heracles Almelo (1:0) und gegen die eigene U19 (7:1). "Die Jungs haben richtig Gas gegeben. Das waren Wege, die auch wehtun", so Gruev gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Im Raum steht vor der Begegnung mit den Berlinern dabei aber auch ein Torwartwechsel. Nachdem Stammkeeper Daniel Davari zuletzt nicht gerade überzeugte und im Test gegen die U19 zudem mit einem Patzer auffiel, könnte gegen Union der 23-jährige Daniel Mesenhöler zwischen die Pfosten rücken. Der hat an Berlin immerhin auch noch gute Erinnerungen, bis zum vergangenen Sommer gehörte Mesenhöler noch selber zu den Eisernen und würde bei einer Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sicherlich gerne sein ganzes Können beweisen.