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Duisburger Lebenszeichen: "Man weiß nie, was passieren kann"

Im Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Holstein Kiel sendete der MSV Duisburg ein Lebenszeichen – andernfalls wären die Zebras am Sonntag bereits abgestiegen. Dank eines 2:0-Erfolges bei den Störchen schöpfen die Zebras aber wieder neue Hoffnung, wenngleich die Ausgangslage nicht weniger dramatisch bleibt.

"Es lag heute an uns"

Holt Ingolstadt noch einen Sieg, dann kann der MSV Duisburg machen, was er will – dann ist der Abstieg nicht mehr zu vermeiden. Mit dem 2:0-Sieg in Kiel konnten die Zebras aber weiterhin die Chance waren, das Wunder von der Wedau noch zu schaffen. "Wenn ich keine Chancen habe, dann würde ich mir einen Kopf machen", gab sich Moritz Stoppelkamp dementsprechend auf der Vereins-Homepage der Duisburger kämpferisch. Ausrutscher darf es in den letzten beiden Spielen beim MSV nicht mehr geben, Ausrutscher muss es dafür aber bei der Konkurrenz geben.

"Wir haben es in den vergangenen Wochen besser gemacht, aber hatten das Pech auch oft auf unserer Seite. Es lag heute an uns, diese ganz kleine Chance zu bewahren und weiter irgendwie an das Wunder zu glauben", wusste auch Stoppelkamp, dass das Aufwachen der Duisburger möglicherweise zu spät kam. Trainer Torsten Lieberknecht war nach der Partie "erst einmal froh", dass der MSV als Sieger vom Platz ging. Andernfalls wären die Lichter auch ausgegangen. Dennoch: "Es ist ein schöner Moment, dass wir mal wieder ein Spiel gewonnen haben. Das habe ich den Jungs und vor allem den Fans gewünscht. Wir werden jetzt weitermachen."

Gyau hält alles für möglich

Die Erleichterung war dem Zebra-Coach anzumerken, der alles überflügelnde Optimismus schien auch dem Cheftrainer angesichts der immer noch brenzligen Situation zu fehlen. "Wir kannten die Situation und wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Wir haben alles gegeben", knüpfte dagegen Torschütze Joseph-Claude Gyau an die positiven Wendungen des Kiel-Spiels an. Gemeinsam mit Tim Albutat sorgte der Flügelflitzer für die entscheidenden Tore.

"Wir haben heute die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen und als Mannschaft gefightet. Außerdem haben wir mit Mann und Maus das Tor verteidigt", zeigte sich auch der defensive Mann im Duisburger Mittelfeld deshalb zufrieden mit der Leistung. Für Gyau war es nur der Anfang, auch wenn der US-Amerikaner realistisch bleibt: "Man weiß nie, was passieren kann. Es bleibt eine schwere Aufgabe." Fast schon unmöglich, will der Zyniker sagen – aber: Auch schon in Kiel rechneten die wenigsten Anhänger mit einem Erfolg. Den Zebras bleibt daher tatsächlich nur eines: Weitermachen.