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Dynamo kassiert Pleite beim Letzten: "Schlechte Leistung von uns"

IMAGO / Picture Point

Kater- statt Weihnachtsstimmung bei Dynamo Dresden: Mit 0:3 verloren die Sachsen am Samstagnachmittag beim Tabellenletzten FC Ingolstadt. Was Trainer Alexander Schmidt mächtig enttäuschte. Vor allem, weil seine Mannschaft Attribute vermissen ließ, die das Team in den vergangenen Wochen selber stark gemacht hatten.

"Das 0:1 hat uns gekillt"

Nach einer Minute war der Matchplan von Alexander Schmidt und Dynamo Dresden schon über den Haufen geworfen. Die Sachsen bekamen den Ball nach einen Freistoß nicht geklärt, der letztlich bei Ingolstadts Nico Antonitsch landete. Der Verteidiger hatte keine Mühe mehr, den Ball kurz nach dem Anpfiff über die Linie zu drücken. "Das 0:1 hat uns gekillt" befand der Coach. Zwar agierte Dynamo in der Folge nicht übermäßig geschockt, kassierte aber dennoch nach 17 Minuten durch ein Eigentor das 0:2. Kevin Ehlers war der Pechvogel, der von Stefan Kutschke so angeknöpft wurde, dass der Ball ins eigene Tor ging.

Schmidt, der eine "eher physische Mannschaft" aufgestellt hatte, um gegen die Körperlichkeit der Ingolstädter dagegenzuhalten, war nun gezwungen, zu reagieren. "Wir mussten Spieler aufs Feld bringen, die eher auf engen Räumen zurecht kommen", erklärte er im Nachgang auf der Pressekonferenz. Aber die Hausherren verteidigten gut, ließen die Sachsen kaum zur Entfaltung und damit zu richtig guten Chancen kommen. "Wir haben das Spiel in der Luft verloren, Zweikämpfe nicht gewonnen."

"Wir werden aufstehen und zurückkommen"

Und so entstand nie der Eindruck, dass die SGD beim Tabellenletzten, der bis dahin ohne Heimsieg war, noch etwas Zählbares holen könnte. Stattdessen vergaben die Schanzer in der Schlussphase einige gute Chancen, kamen durch Filip Bilbija aber noch zum 3:0 (87.). Während die Ingolstädter nun wieder ein wenig Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen können, war der Frust bei Dynamo sehr groß. "Es ist eine bittere Niederlage. Das war eine schlechte Leistung von uns", sagte Schmidt im "Bayerischen Rundfunk". Der Gegner sei "sehr hungrig, sehr griffig" gewesen, habe sich "in jeden Zweikampf reingeworfen, was eigentlich unsere Stärke ist".

Kurz vor der Winterpause richtete er auch noch die Worte an seine Spieler, man solle "schleunigst wieder in den Kopf bekommen, dass jedes Spiel mit Anpfiff beginnt, wir sofort präsent sein müssen". Aber er versicherte auch: "Wir werden aufstehen und zurückkommen." Zumal seine Mannschaft tabellarisch weiterhin gut dasteht. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang. "Sachlich betrachtet sind wir natürlich im Soll, aber ich brauche eins, zwei Tage, um so ein Spiel zu verdauen", kündigte er an. Weiter geht es nach der Winterpause am 14. Januar mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV.