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Dynamo weiter auf Erfolgskurs: "Kompliment" an die Mannschaft

IMAGO / Eibner

Der Lauf von Dynamo Dresden geht weiter: Der 3:1-Erfolg bei Hansa Rostock war der dritte Sieg in der Saison, das Team ist weiterhin ungeschlagen. Was Trainer Alexander Schmidt als Gründe für den Erfolg ausmacht.

Lob für die Kaderbreite

Diese Zahlenspielerei ist kurios: Zum vierten Mal in Folge hat Dynamo Dresden nun mit 3:1 bei Hansa Rostock gewonnen. Mit zehn Punkten nach vier Partien grüßen die Sachsen vom zweiten Tabellenplatz. "Es ist ein toller Start, aber das interessiert uns gerade wirklich nicht", sagte Trainer Alexander Schmidt. Der gebürtige Augsburger ist als Verantwortlicher bei den Schwarz-Gelben übrigens noch immer ungeschlagen – in den zwölf Spielen unter seiner Leitung gab es keine Niederlage, dafür zehn Siege. Auf der Pressekonferenz darauf angesprochen, wollte der 52-Jährige kein alleiniges Lob einheimsen, gab dieses an die Spieler und alle Mitarbeitet bei den Dresdnern weiter. Diese gezeigte Geschlossenheit. Sie ist es, die Dynamo so stark macht.

"Wir sind gut besetzt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Spieler eingewechselt habe, die nicht performt haben", nannte der Coach einen weiteren Grund für den Erfolg seines Teams. Es herrsche eine "gute Kaderbreite" und vor jedem Spiel sei es "ein Luxusproblem", welche Spieler von Beginn an starten dürfen. "Das macht es mir als Trainer leichter, wenn ich solche Jungs auf der Bank habe." Im Fall vom Samstagabend bezog er sich auf die eingewechselten Sebastian Mai, Panagiotis Vlachodimos, Philipp Hosiner und Paul Will, die sofort im Spiel gewesen seien und überzeugt hätten. "Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir mit den Wechseln noch mal sehr gute Qualität reingebracht."

Sorgen um Kapitän Knipping

Nach dem frühen Treffer durch Heinz Mörschel (1.) war es Vlachodimos, der die erneute Führung erzielt hatte (63.). Julius Kade sorgte in der 70. Minute für den Endstand. "Eiskalt zugeschlagen" habe sein Team, so Schmidt und damit ein "rassiges Derby" mit zwei "gut eingestellten Mannschaften", für sich entschieden. Aufgrund der bekannt tollen Atmosphäre sei es in Rostock ein "schwieriges Stadion in Verbindung mit den Zuschauern" und daher ein Spiel auf "Messers Schneide" gewesen. "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass nicht eingeknickt ist." Denn die SGD-Profis hätten "mentale Robustheit und Stärke gezeigt".

Aber Schmidt wusste auch einzuordnen, dass sein Team über das Spielglück verfügt hatte, dass es bräuchte, um solche Spiele zu gewinnen. Denn gute Möglichkeiten und Ansätze hatten auch die Hausherren genug, nutzten diese jedoch nicht so erfolgreich wie die Gäste. Das Fortuna auf ihrer Seite sei, "erarbeiten wir uns Woche für Woche". Weiter geht es für die Dresdner am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen den SC Paderborn. Fraglich ist aktuell der Einsatz von Kapitän Tim Knipping, der sich verletzt hatte und schon nach 17 Minuten ausgewechselt werden musste. Auch Schmidt konnte nach der Partie noch keine Diagnose abgeben, wie es um den 28-Jährigen steht.