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"Echtes Highlight": SVD will zweiten Heimsieg – Fritsch kontert Anfang

© IMAGO / foto2press

21 Tore gingen bereits auf das Konto des SV Darmstadt 98, doch zwei Siege hintereinander fehlen den Lilien noch. Um Konstanz in die Ergebnisse zu bringen, will Cheftrainer Torsten Lieberknecht die Rückkehr von Vorgänger Markus Anfang vermiesen. Eine Spitze gab es dazu noch von Vereins-Präsident Rüdiger Fritsch.

"Gab keine Ausstiegsklausel"

"Wenn ein Bundesliga-Absteiger kommt, ist das ein echtes Highlight für uns", freute sich der aktuelle SVD-Coach auf das kommende Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Sonntag, 13:30 Uhr). Klar ist auch: "Aber es ist auch schön, dass Werder gegen so einen geilen Klub wie Darmstadt 98 spielen darf." Die Aussage von Lieberknecht wird mit Schmunzeln begleitet, dürfte aber bei manchem Fan der Startschuss für ein hitziges Duell gelten. Immerhin kommt Ex-Coach Markus Anfang mit den Bremern erstmals zurück ins Böllenfalltor. Im Sommer zeichnete sich die Notwendigkeit zunächst nicht ab.

"Es war im Vorfeld so abgesprochen, dass ich den Weg gehen kann, wenn ein großer Verein kommt", sagte Anfang jüngst gegenüber der "Bild"-Zeitung, was nun von SVD-Präsident Rüdiger Fritsch noch vor Anpfiff gekontert wurde, wie auch der "Kicker" berichtet: "Definitiv nein. Es gab keine Ausstiegsklausel und auch keine konkreten mündlichen Vereinbarungen in Bezug auf einen vorzeitigen Vereinswechsel." Dass es doch noch dazu kam, sorgte im Sommer für zahlreiche Debatten. Ein Thema, das sich für Lieberknecht längst erledigt hat. "Das ist für uns nicht relevant. Für uns war es wichtig, dass die Jungs bei sich sind", bezog sich der 48-Jährige auf das sportliche Geschehen.

"Heimspiele alle ansehnlich"

Das lief für die Lilien zuletzt bei einem 6:1-Sieg gegen Sandhausen sehr gut. "Wir sind die Mannschaft, die die meisten Tore in der Liga geschossen hat. Das zeigt, dass wir eine Truppe sind, die weiß, wo das gegnerische Tor steht", gab sich Lieberknecht weiterhin selbstbewusst. Auch gegen Bremen wolle er "so eine Wucht entwickeln", ohne dabei den Kopf zu verlieren. Einem Sieg der Darmstädter folgte bislang stets eine Niederlage – außer nach dem letzten 6:1-Sieg gegen Ingolstadt, dort folgte ein Remis. Lieberknecht: "Wir wollen endlich zwei Siege in Folge einfahren – auch wenn der Gegner Werder Bremen heißt."

Um die Fans vor der Begegnung noch einmal zusätzlich anzuheizen, gibt es am Samstag ein öffentliches Training zur Anstoßzeit. Tags darauf werden rund 13.000 Zuschauer auf den Rängen erwartet. "Die Heimspiele waren bislang – bis auf das Regensburg-Spiel – alle ansehnlich. Wir wollen versuchen, diese Freude mit drei Punkten zurückzugeben. Das ist unser angestrebtes Ziel", nahmen sich Cheftrainer und Mannschaft vor. Fehlen werden in jedem Fall Klaus Gjasula (Quarantäne), Ensar Arslan (Fußverletzung) und Lasse Sobiech (muskuläre Probleme). Dagegen steht Fabian Schnellhardt nach seiner Rotsperre wieder zur Verfügung und auch Marvin Mehlem war in Teilen des Mannschaftstrainings wieder dabei.