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"Ein etwas wildes Spiel": Schuster nach 4:1-Sieg nicht rundum zufrieden

© imago images / Eibner

Erzgebirge Aue setzte einen positiven Trend fort und bedankte sich bei Angreifer Pascal Testroet, der sich im Match gegen den Karlsruher SC an vier Toren beteiligte. Dennoch war der Spielverlauf für Cheftrainer Dirk Schuster nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis wiederspiegelt. Mit dem fünften Saisonsieg wahren die Veilchen ihre Lauerstellung auf die Spitzenplätze.

Zwei Tore, zwei Vorlagen

"Es war ein etwas wildes Spiel, eine irre Achterbahnfahrt", fasste der FCE-Coach den 4:1-Sieg gegen Karlsruhe zusammen und betonte, dass das Ergebnis stets wackelte: "In keinster Phase des Spiels konnten wir uns sicher sein, dass der KSC ungefährlich bleibt." Allerdings hatten die Veilchen einen gut aufgelegten Pascal Testroet auf ihrer Seite, der sich mit zwei Toren und zwei Vorlagen in die Scoring-Punkte brachte. Auf der anderen Seite hätte der KSC ohne Hinweis des Videoassistenten einen Elfmeter bekommen, netzte aus kurzer Distanz vor dem leeren Tor nicht ein und bekam ein Abseitstor aberkannt.

"Die Bedrohung unseres Tores hat sich riesig angefühlt. Gott sei Dank schaffen sie es nicht, den Ball über die Linie zu drücken", zeigte sich Schuster nach der Partie auch ein stückweit erleichtert. Dennoch wird der Coach mit seiner Mannschaft in die Analyse gehen, denn "es stört mich, dass wir so viel zugelassen haben". In der heimischen Arena hatte der FCE zudem nur wenig Ballbesitz, die größeren Spielanteile gehörten den Gästen. Ein Trumpf, wenn man einen Testroet auf dem Feld hat.

"Mannschaft hat gelernt"

"Testroet ist seinem Ruf als Torjäger gerecht geworden und hat sich in der 2. Liga etabliert", lobte Schuster den Mann, der nun insgesamt schon acht Saisontreffer auf dem Konto hat. Als Duo mit Florian Krüger sorgten beide Angreifer schon früh dafür, dass der FCE mit einer zweifachen Führung in die Pause gehen würde. Aber Schuster erinnerte an das vorherige Match gegen St. Pauli: "Wir haben uns in der Halbzeit schon gesagt, dass wir keinen Millimeter zurückweichen dürfen. Wir mussten in die zweite Halbzeit reingehen, als wenn es 0:0 steht."

Dementsprechend bekam das Team die Bestätigung vom Trainer nach Abpfiff zugesprochen: "Die Mannschaft hat aus den beiden späten Gegentoren von St. Pauli gelernt." Dabei war es für den Cheftrainer vor allem hilfreich, dass er derzeit im Kader aus dem Vollen schöpfen kann. "Die beiden Stürmer sind für uns extrem wichtig, aber auch alle anderen Spieler. Nicht nur die neun auf dem Platz, sondern auch die, die das Training hochhalten", sprach Schuster ein allgemeines Kompliment für die aktuelle Lage der Veilchen aus. Mit 19 Punkten aus zwölf Spielen, hervorgegangen aus fünf Siegen und vier Remis, stehen die Auer nun auf dem sechsten Platz. Die Spitzengruppe bleibt in Reichweite.