Traumduo nun perspektivlos? Leibold und Kittel zittern beim HSV

Tim Walter hat die Qual der Wahl: Für die offensiven Flügelpositionen stehen dem Trainer des Hamburger SV mit Bakery Jatta, Jean-Luc Dompé, Ransford Königsdörffer und Sonny Kittel vier Spieler für zwei Positionen zur Verfügung. Für Letzteren geht es neben dem Stammplatz auch um die Zukunft bei den Rothosen. Auch Linksverteidiger Tim Leibold hat noch keine Ahnung, ob es für ihn weitergeht. 

Kittel nach 17 Spielen erstmals ohne Tor

Nach seinem Außenbandriss am Sprunggelenk ist Bakery Jatta wieder fit, darf in der Rückrunde wieder Spielminuten sammeln. Denn in der bisherigen Saison kam der 24-Jährige wegen zwei Verletzungen nur zu acht Einsetzen und 583 Minuten auf dem Feld. So gut die Nachricht für den Rechtsaußen und Trainer Tim Walter ist, so sehr verkompliziert sie die Lage in der HSV-Offensive auch für den Coach, der nun harte Entscheidungen fällen muss.

Denn für vier Spieler sind nur zwei Postionen auf den Außen vorgesehen. Am flexibelsten einsatzbar ist Kittel, der auch hinter den Spitzen auflaufen kann. Dort ist aber Ludovit Reis und Laszlo Benes der Stammplatz sicher, weshalb der 29-Jährige auf einen Flügelplatz hoffen muss. Der Gießener hat jedoch das Problem, nach 17 Spielen noch ohne Treffer zu sein. Erstmals ist er nach einer Halbserie torlos. Immerhin steuerte er fünf Vorlagen bei.

Auch Leibold muss um Zukunft bangen

Für den ehemaligen Nachwuchs-Nationalspieler geht es in der Rückrunde aber nicht nur um den Stammplatz, sondern auch die Zukunft. Sein Vertag läuft aus. Wie der "Kicker" berichtet, wurde ihm aus der Chefetage mitgeteilt, dass es vorerst keine Gespräche geben wird. Dafür muss der Profi erst in Vorleistung gehen, um sich dafür zu qualifizieren.

Dieses Schicksal teilt auch Tim Leibold. Der Verteidiger war einst eine Macht beim HSV, hatte in der Saison 2019/20 als Linksverteidiger 16 Vorlagen (Kittel hatte 18 Torbeteiligungen). Doch ein Kreuzbandriss und dessen Nachwehen bremsten Leibold komplett aus. Erst vier Einsätze kann er in der laufenden Spielzeit verbuchen. Auch sein Kontrakt endet im Sommer. Kann er seinen sportlichen Wert für den Klub nachweisen, wird gesprochen. Mit einem Bankplatz droht das Aus in Hamburg.

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