Elversberg feiert: Durchmarsch praktisch nicht mehr zu nehmen

An der Kaiserlinde in Elversberg wird gefeiert - mit Handbremse. Nach einem 1:1-Remis am 37. Spieltag sind die Vorzeichen für einen Aufstieg der SVE weiterhin eindeutig, doch rechnerisch fehlt immer noch der allerletzte Schritt. Doch nach menschlichem Ermessen wird nichts mehr schiefgehen, sodass die Saarländer im kommenden Jahr Zweitliga-Fußball erleben werden.

"Es müsste schon viel passieren"

So richtig wusste in Elversberg nach Abpfiff zunächst niemand, wie er reagieren sollte. Dann nahmen die Feierlichkeiten aber schnell Fahrt auf, denn Mannschaft und Fans der SVE versammelten sich jubelnd auf dem Rasen. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist geglückt! Doch wieso zuerst so verhalten? Weil der SV Wehen Wiesbaden im Spitzenspiel in der 81. Minute zum Ausgleich in Unterzahl kam, ist die Aufstiegsparty theoretisch vertagt, denn rechnerisch kann es für die Saarländer noch schiefgehen. Doch im Prinzip weiß jeder, wie auch Abwehrchef Marcel Correia: "Es müsste schon viel passieren."

Konkret bedeutet das, dass die SVE entweder morgen - oder übermorgen - auf dem Sofa aufsteigt. Spätestens nächste Woche. Mit 71 Punkten grüßt der Klub von der Kaiserlinde nämlich von der Tabellenspitze, doch der 1. FC Saarbrücken könnte die Elversberger bei einem Rückstand von sechs Punkten noch einholen. Allerdings liegt zwischen den saarländischen Rivalen ein Unterschied von 15 Treffern in der Tordifferenz. Selbst, wenn die SVE das letzte Saisonspiel verliert und der FCS beide Partien gewinnt, dann wären immer noch einige Tore aufzuholen. Das erscheint nach menschlichem Ermessen nicht realistisch zu sein.

"Hätte es gerne endgültig gehabt"

"Normalerweise kann nichts mehr schiefgehen, bei so vielen Toren Vorsprung sollte es reichen. Aber ich hätte es gerne endgültig gehabt", hielt sich Cheftrainer Horst Steffen nach Abpfiff in Elversberg dennoch bedeckt. Mit Handbremse geht es in die Feierlichkeiten: "Ein Bierchen werde ich mir sicherlich gönnen, mehr aber auch nicht." Sollte Saarbrücken am Sonntag nicht in Duisburg gewinnen - oder Dresden am Montag nicht in Meppen - dann kann die große Aufstiegsparty noch folgen. Doch die ist im Prinzip auch jetzt schon voll im Gange. Der Durchmarsch ist den Saarländern praktisch nicht mehr zu nehmen.

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