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Entscheidende MSV-Tage: Endspiel. Lizenzierung. Hoffnungsträger.

Dem MSV Duisburg stehen alles entscheidende Tage bevor – sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich lastet der Druck auf allen Beteiligten des Meidericher Spielvereins. Alles andere als ein Sieg gegen den SV Sandhausen am kommenden Samstag verschlechtert die Ausgangslage, die ohnehin nicht zu großem Optimismus treibt.

"Belastungsprobe für den gesamten MSV"

23 Punkte, Tabellenletzter und sieben Punkte Rückstand bei fünf ausstehenden Spielen – an der düsteren Lage des MSV Duisburgs im Abstiegskampf der 2. Bundesliga hat es über Nacht keine wundersame Verbesserung gegeben. Die Partie gegen den SV Sandhausen am kommenden Samstag (13 Uhr) hat einen vorentscheidenen Charakter, das darf ruhig offen kommuniziert werden. "Ein Sieg ist Pflicht", legte deshalb auch MSV-Coach Torsten Lieberknecht gegenüber der "WAZ" die Marschroute für das Spiel fest. "Was wir brauchen, ist die richtige Mentalität und Stabilität", beschwört der Cheftrainer sein Team, auf dem die sportliche Last liegt.

Das Saisonfinale beschreibt Lieberknecht als "Belastungsprobe für den gesamten MSV" und spricht damit trotz noch junger Vereinszugehörigkeit den Fans aus der Seele – seit dem Lizenzentzug vor sechs Jahren stockt der Atem bei jedem Lizenzierungs-Verfahren. Besonders dann, wenn es um die 3. Liga geht. Und genau in dieser Thematik gab es bereits Rückmeldung für den MSV: "Die Antwort aus Frankfurt bewegt sich in dem Rahmen, den wir erwartet haben", erklärte Geschäftsführer Peter Mohnhaupt gegenüber der "WAZ", dass die Duisburger in diesem Fall nicht böse überrascht wurden.

Liquiditätslücke für Drittliga-Lizenz schließen

Während Ex-Präsident Andreas Rüttgers, der auch als Vertreter von Hauptsponsor Schauinsland-Reisen fungiert, von einer Liquiditätslücke von ungefähr drei Millionen Euro sprach, machte Mohnhaupt keine Angaben über die Summe, die der MSV bis zum 28. Mai gegenüber dem DFB nachweisen muss. Andernfalls wird die Drittliga-Lizenz wohl kaum erteilt werden. Leidgeplagte Fans werden sagen: Wenigstens dürfte sich der MSV mit dieser Situation auskennen, sodass ihnen nur der hoffnungsvolle Blick in die Zukunft bleibt.

Gelingt den Zebras das sportliche Wunder noch und sie schaffen den Klassenerhalt, sieht die Lage in Duisburg wieder ganz anders aus: Mit einem positiven Bescheid für die Lizenz der 2. Bundesliga wird täglich gerechnet. Hoffnungsträger bleiben dem MSV dabei nicht viele, doch mit Dustin Bomheuer (muskuläre Probleme), Borys Tashchy (Sehnenriss) und Christian Gartner (Kreuzbandriss) stehen drei Langzeitverletzte symbolisch für den letzten Strohhalm. Während Innenverteidiger Bomheuer gegen Sandhausen schon wieder auf der Bank Platz nehmen könnte, kommt die Partie am Samstag für die beiden Offensivspieler zu früh. Dennoch gilt: Jede Hoffnung ist den Zebras im Saisonendspurt Recht.