Erster Punkt für Bielefeld: "In puncto Einstellung war es top"

Beim Debüt des neuen Trainers Daniel Scherning feiert Arminia Bielefeld direkt den ersten Punktgewinn der laufenden Saison, profitiert dabei aber auch von der mangelnden Chancenverwertung des 1. FC Heidenheim. Das 1:1 auf der Ostalb mussten die Ostwestfalen dabei am Ende in Unterzahl über die Zeit bringen und erhielten von ihrem Coach dafür ein Sonderlob für die Einstellung. 

Die Arminia kommt trotz frühem Rückschlag zurück

Zumindest ein wenig ist die dramatische Talfahrt von Arminia Bielefeld an diesem Wochenende gestoppt worden. Nach vier Niederlagen zum Auftakt hat sich der Bundesliga-Absteiger bei der Premiere von Daniel Scherning - Nachfolger des entlassenen Ulrich Forte - beim 1. FC Heidenheim einen Punkt erkämpft und damit ein erstes Lebenssignal gesendet. Dabei hatte der Auftakt in das Spiel, mit einem frühen Gegentor durch Tim Kleindienst nach einem Torwartpatzer von Stefanos Kapino (3.), schon wieder Böses erahnen lassen. Robin Hack hatte aber postwenden eine Antwort parat und traf mit einer unfassbaren Bogenlampe aus 31 Metern zum 1:1 (10.).

"Als ich den Ball von Masaya Okugawa bekommen habe, habe ich nicht viel nachgedacht und dachte, dass ich es einfach mal probiere. Rechts und links habe ich niemanden gesehen, also habe ich einfach geschossen", beschrieb der Torschütze nach Spielende seinen irren Treffer, der ihm gute Chancen auf den Gewinn der Trophäe für das Tor des Monats bringen dürfte. Wichtiger war aber noch, dass die Ostwestfalen nun mit im Spiel waren und im ersten Durchgang einen durchaus ebenbürtigen Auftritt hinlegten. "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt, mit einigen Chancen, und hätten sogar in Führung gehen können", meinte beispielsweise Abwehrspieler Oliver Hüsing, der im zweiten Spielabschnitt dann deutlich mehr zu tun bekommen sollte.

Bielefeld bringt Punkt in Unterzahl über die Zeit

Denn nach der Pause erspielte sich Heidenheim Chancen im Minutentakt und durfte das Spiel nach einer gelb-roten Karte gegen Frederik Jäkel (75.) sogar in Überzahl zuende bringen, ohne daraus aber Profit zu schlagen. "Vor allem in Unterzahl war das eine absolute Energieleistung. Dennoch bin ich überzeugt, dass der Punkt heute ein Erfolgserlebnis ist, auf welches wir aufbauen und den Schwung hoffentlich mitnehmen können. Wenn Du in solch einer Negativspirale drin bist, wie wir es waren, dann passieren immer wieder Fehler", meinte Hüsing und bewertete das Remis damit ebenso positiv, wie auch sein Coach.

"Klar ist es etwas glücklich, Heidenheim hatte in der zweiten Hälfte einige Momente, in welchen sie das 2:1 hätten machen können, sicherlich hätten wir die eine oder andere Szene besser verteidigen können. Aber das war eine absolute Willensleistung, für den Punkt müssen wir uns nicht schämen. In puncto Einstellung war es top. Die Mannschaft hat viel investiert und sich mit diesem Punkt auch ein bisschen belohnt", so Scherning, der zwischendurch selbst den Führungstreffer zu bejubeln glaubte, als Janni Serra das vermeintliche 2:1 erzielte (68.)

Allerdings war der Ball bei der Vorlage von Okugawa zuvor im Aus gewesen, weshalb der VAR den Treffer zurecht wieder zurücknahm. Auf den ersten Sieg muss Bielefeld daher weiter warten, vielleicht gelingt er aber am Freitagabend im Kellerduell mit dem Schlusslicht Eintracht Braunschweig.

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