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Erster VfL-Sieg nach 3005 Tagen: "Unbeschreibliches Gefühl"

Nach dem verpatzten Auftakt an der Bremer Brücke konnte der VfL Osnabrück die Heimpleite mit einem 1:0-Sieg in Sandhausen wettmachen. Die Akteure waren sich anschließend einig, dass das Match in der Vorwoche spielerisch überzeugender war, doch am Ende zählen die drei Punkte.

"Hatten auch etwas Glück"

Besser gespielt und 1:3 verloren – das ist die Bilanz der meisten VfL-Akteure nach dem 1:0-Sieg beim SV Sandhausen und damit dem ersten Zweitliga-Erfolg nach exakt 3005 Tagen. Damals siegte der VfL am 34. Spieltag der Saison 2010/11 mit demselben Ergebnis gegen Ingolstadt. "Das war heute ein unbeschreibliches Gefühl", konnte Kapitän Marc Heider sein Glück gegenüber der "NOZ" kaum in Worte fassen. Der 33-Jährige sah bei seinem allerersten Zweitliga-Startelfeinsatz in seiner Karriere eine ausgeglichene Partie: "Wir sind vielleicht etwas schwer reingekommen, aber hatten immer den unbedingten Willen und haben uns dann mit dem Tor belohnt."

Ein abgefälschter Freistoßschuss von Marcos Alvarez brachte den ersehnten Erfolg – wenngleich die Osnabrücker nach dem Treffer erst einmal zittern mussten, der Videoassistent überprüfte das Tor zuvor noch einmal. Das glücklichere Ende blieb den Lila-Weißen vorbehalten. "Letzte Woche haben wir sicher etwas besser gespielt. Der Gegner hat uns heute auch etwas mehr unter Druck gesetzt. Wir hatten auch etwas Glück und Körbi im Tor, aber wir haben gewonnen und darüber sind wir froh", ist sich daher auch Abwehr-Neuling Moritz Heyer sicher, dass der VfL noch mehr leisten kann.

Susac lobt die Abwehrreihe

Abwehrkollege Adam Susac ging tiefgründiger in die Analyse: "Letzte Woche hatten wir etwas Pech, vielleicht hatten wir uns da das Glück verdient, dass wir heute hatten." Dass es letztlich beim Erfolg für den VfL blieb, hing auch mit der starken Leistung der Viererkette zusammen. "Sandhausen war mit vier Stürmern in der vorderen Reihe sehr stark und hat uns ganz schön gefordert. Dafür haben wir das trotzdem ordentlich gemacht", lobte Susac daher seine Mitspieler in der letzten Reihe.

Angreifer Anas Ouahim war dagegen bis zur letzten Sekunde geladen – außer, während des Videobeweises. "Ich hatte es gesehen, dass der Ball über der Linie war, deshalb war ich während des Videobeweises relativ entspannt", gab der 21-Jährige gegenüber dem Blatt zu. In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde er dann ausgewechselt, um noch einmal Zeit von der Uhr zu nehmen: "Die Nachspielzeit kam mir dagegen vor wie eine halbe Ewigkeit."

Am Sonntag (15:30 Uhr) hat er VfL Osnabrück dann das nächste, schwere Brett vor der Brust: Vorjahres-Finalist RB Leipzig wird an der Bremer Brücke zu Gast sein, um erneut nach dem DFB-Pokaltitel zu greifen.