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Erstes Geisterspiel: Fürth gegen Hamburg vor leeren Rängen

© imago images / Jan Huebner

Am Dienstagmittag verkündete der Bayrische Landtag, dass Großveranstaltungen über 1.000 Zuschauer bis zum 19. April untersagt werden. Für die SpVgg Greuther Fürth bedeutet das, dass drei Heimspiele in diesem Zeitraum nicht wie geplant durchgeführt werden können. Schon am Freitagabend soll deshalb das Spiel gegen den Hamburger SV als "Geisterspiel" ausgetragen werden.

"Trifft und wirtschaftlich"

Aufgrund des Coronavirus steht nun wohl das erste Spiel in der 2. Bundesliga ohne Zuschauer fest: Die SpVgg Greuther Fürth und der Hamburger SV werden ihre Partie am kommenden Freitag vor leeren Rängen austragen. Ein Verbot für Großveranstaltungen des Bayrischen Landtages liegt der kurzfristigen Entscheidung zu Grunde. "Wir wissen, dass sich viele Fans schon auf die Partie gefreut haben", erklärt SpVgg-Geschäftsführer Holger Schwiewagner in einer Mitteilung des Vereins. Weiter heißt es: "Wir respektieren diesen Beschluss und hoffen, dass damit die erhofften Verbesserungen im Kampf gegen das Coronavirus eintreten."

Ausgerechnet das Spitzenspiel gegen die Hamburger – finanziell ein harter Schlag für die Fürther: "Fakt ist, diese Entscheidung trifft uns wirtschaftlich natürlich sehr und wir hoffen, dass unsere Fans und Partner uns in dieser außergewöhnlichen und schweren Phase auch weiterhin zur Seite stehen." Eine Ticketpreiserstattung für Tageskartenkäufer wird der Klub gesondert kommunizieren, zumal auch die Partien gegen Osnabrück und Sandhausen wohl ebenso vor leeren Kulissen stattfinden werden.

HSV-Vorstand rechnet mit Austragung

Dazu wird der Klub aber nun wohl erst einmal die Entscheidung der DFL abwarten, ob nicht kurzfristig der komplette Spieltag verschoben wird. Das würde selbstverständlich auch die Gästefans betreffen, wie der HSV auf seiner Homepage kommunizierte: "Die 2.400 HSV-Fans, die über den HSV bereits eine Eintrittskarte für das Auswärtsduell gekauft und bezahlt hatten, bekommen ihre Tickets zurückerstattet. Sie werden per Mail vom HSV kontaktiert." Fans, die ihre Karten über den freien Verkauf der Fürther geholt haben, müssten eine Preiserstattung dann auch über diesen Weg abwickeln.

"Wir finden es aus sportlicher, atmosphärischer und wirtschaftlicher Sicht extrem schade, dass es nun zu solchen Geisterspielen kommt und wir in Fürth auf unsere treuen und lautstarken Fans verzichten müssen", stellt sich HSV-Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann auf die Partie im leeren Sportpark Ronhof ein. Im Hinterkopf natürlich immer mit der Tatsache, weswegen es aktuell zu diesen Maßnahmen kommt: "Wir hoffen aber natürlich im Sinne der Bevölkerung, dass diese Maßnahmen zur Verringerung einer weiteren Ausbreitung des Virus‘ beitragen können."