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Erzgebirge Aue verliert Millionen – Insolvenz droht nicht

© imago images / Picture Point

Im Rahmen der Coronakrise erwartet auch der FC Erzgebirge Aue einen deutlichen Einnahmeverlust. Von einer drohenden Involenz ist wohl nicht auszugehen, dafür aber bezifferte Geschäftsführer Michael Voigt die Summe, die im schlimmsten Fall auf den FCE zukommen wird.

"Haben gut gewirtschaftet"

Neben FCE-Präsident Helge Leonhardt ist Geschäftsführer Michael Voigt beim Tabellenachten derzeit der gefragteste Mann. Als Krisenmanager habe er noch nie eine größere Herausforderung, als die aktuelle Corona-Pandemie gehabt. Denn die wirkt sich maßgeblich auf die Finanzen aus, wie Voigt gegenüber der "Bild" vorrechnete: "Inklusive von möglichen Rückforderungen von Sponsoren und Kartenbesitzern entgehen uns im schlimmsten Fall bis zu 2,5 Millionen Euro."

Wird die Saison nicht mit Geisterspielen fortgesetzt, bricht die letzte Rate der TV-Gelder weg und die Verlustsumme wird größer. Allein durch die Spielpause sind beim FCE bereits zwischen einer und zwei Millionen Euro verloren gegangen. "Wir haben in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet und nie über unsere Verhältnisse gelebt", sieht Voigt zumindest den Verein nicht in grundsätzlicher Gefahr.

Mitgliedszahlen steigen an

Eine Insolvenz droht demnach nicht, sodass der Geschäftsführer weiterhin zur Vernunft aufruft: "Das zahlt sich in so einer Krise aus. Aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Bei allen Mitarbeitern muss weiter die Vernunft vorhanden sein. Dazu gehören auch die Spieler und Trainer."

Profitieren werden die Auer derweil auch von steigenden Mitgliedszahlen. Gerade in der Pandemie-Zeit gab es Anstiege: "Dazu gingen zuletzt täglich neue Mitgliedsanträge ein. Wir steuern kontinuierlich auf die 9.000er Marke zu." Zu Voigts Amtsantritt vor neun Jahren belief sich diese Zahl noch auf rund 1.400 Mitglieder. "Dafür kann ich mich einfach nur bedanken, das gibt mir selbst Kraft und Motivation für die bevorstehenden Aufgaben", scheint der FCE für die Zukunft gewappnet zu sein.