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Erzgebirge Aue: Männels Statistik bei Strafstößen beeindruckt

© IMAGO / Eibner

Kapitän Martin Männel hat für den FC Erzgebirge Aue über 400 Pflichtspiele absolviert – und statistisch gesehen ist der Torhüter nie besser gewesen, als in den letzten 1,5 Jahren. Zumindest bei der Elfmeterquote. Denn mittlerweile ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Männel einen Strafstoß hält, als dass er ihn reinlässt.

"Viel Bauchgefühl"

In 293 Zweitliga-Spielen musste FCE-Torhüter Martin Männel genau 393 Mal hinter sich greifen, um einen Gegentreffer aus dem Netz zu holen. Zwei Mal war das am vergangenen Wochenende gegen Heidenheim der Fall – aber es hätten auch vier Buden für den FCE sein können. Denn vom Punkt blieb Männel am letzten Samstag ungeschlagen, obwohl es zwei verschiedene Schützen versuchten. "Man weiß, welche Schützen in Frage kommen und welche Ecken sie favorisieren", hatte sich Männel vorbereitet, wie der "Kicker" berichtet. Aber andererseits "ist es bei mir auch viel Bauchgefühl. Da habe ich jahrelang ja auch oft danebengelegen."

Männel hält zu 58 Prozent

In zwölf Jahren wurden insgesamt 40 Elfmeter gegen Aue ausgesprochen, bei denen Männel im Kasten stand. Acht davon parierte der Torhüter, was immerhin eine Quote von 20 Prozent ergibt. Seit anderthalb Jahren hat der FCE-Keeper diesen Wert extrem in die Höhe geschraubt: Die Elfmeter gegen Heidenheim waren bereits die Paraden Nummer sechs und sieben – bei nur noch zwölf Strafstößen. Statistisch gesehen liegt Männels "aktuelle" Quote damit bei 58 Prozent. Bei einem Elfmeter gegen Männel ist es daher wahrscheinlicher, dass der Keeper Sieger bleibt, als dass der Schütze trifft. Ein Wert, den der 32-Jährige mit einem Augenzwinkern nimmt: "Gerade habe ich eine ganz gute Balance, die muss ich beibehalten. Ein bisschen Instinkt, ein bisschen Vorbereitung und eine Portion Glück ist auch mit dabei."