"Es ärgert mich für unsere Fans": BTSV-Klatsche ohne Folgen

0:5 in Kaiserslautern - ein Ergebnis, das für Eintracht Braunschweig nach einer langen Saison zur Randnotiz werden wird. Durch den Erfolg in der Vorwoche konnte der BTSV eine grandiose Aufholjagd mit dem Klassenerhalt krönen, weshalb die deutliche Pleite am 34. Spieltag nicht mehr auf die Stimmung schlagen wird. Einzig für die mitgereisten Fans ärgerte sich Cheftrainer Daniel Scherning.

Scherning relativiert Niederlage

"Zur Halbzeit sah es nicht danach aus, dass das Spiel vom Ergebnis her so ausgeht", fasste der BTSV-Coach nach Abpfiff einer deutlichen 0:5-Klatsche am Betzenberg zusammen. Tatsächlich schien Braunschweig die erste Hälfte zu dominieren, ging aber unglücklich mit einem Rückstand in die Pause. Danach machte der FCK den Doppelschlag. "Lautern schießt dann das zweite, das dritte und spielt sich so in einen Rausch. Wir haben dann auch nicht mehr gut verteidigt und so kommt dann solch ein Ergebnis zustande", so Scherning. Dass die Roten Teufel auch noch über 30 Minuten in Unterzahl spielten, half dem BTSV nicht.

Am Ende ging den Niedersachsen im Ergebnis schlichtweg die Puste aus. "Seit November haben wir jeden Tag dafür gearbeitet, in dieser Liga zu bleiben. Wir haben es geschafft und das hat uns sehr viel Kraft gekostet", betonte Scherning, ohne, dass er die Aussagen als Ausrede vorbringen wollte. Fakt war für den 40-Jährigen: "Wir standen ständig in Drucksituationen und Widerständen gegenüber. Deswegen muss man so ein Ergebnis auch immer relativieren." Deshalb ärgerte sich Scherning auch maximal für die Fans, die zahlreich nach Lautern gereist waren. Wohlwissend, dass es auch das Herzschlagfinale im Abstiegskampf hätte werden können.

Kijewski verabschiedet sich vom BTSV

"Es ärgert mich für unsere Fans. Sie haben uns dieses Jahr sehr unterstützt, auch heute wieder. Das ist ein absoluter Wehrmutstropfen, dass so viele Fans mit uns gefahren sind, um uns zu unterstützen und dann so ein Ergebnis erleben", bekräftigte Scherning, dass die 0:5-Pleite trotz ihrer Belanglosigkeit in der Tabelle an ihm nagte. Gleichzeitig freute sich der 40-Jährige wohl darüber, dass er noch Spieler mit ins Boot holen konnte, die zuletzt weniger im Fokus standen. Sané, Marx und Griesbeck schafften es in die Startelf, von der Bank kamen unter anderem Multhaup, Ujah und auch Niko Kijewski, der den Klub als verfrühte Vereinslegende im Sommer verlassen wird.

"Jetzt tritt zum ersten Mal dieses Szenario für mich ein, dass ich im Profifußball einen Verein verlassen werde. Aber ich bin gespannt, was jetzt noch kommt", äußerte sich der Außenverteidiger nach seinem letzten Auftritt für die Braunschweiger Eintracht. 156 Pflichtspiele absolvierte der 28-Jährige für den BTSV. Und fand daher auch nur warme Worte zum Abschied: "Ich bin einfach unendlich dankbar, dass ich die zehn Jahre mit dem Trikot auflaufen durfte, dass ich zehn Jahre hier im Verein sein durfte. Es war mir immer eine große Ehre, das Trikot auf dem Platz zu präsentieren und mit dem Löwen auf der Brust zu kämpfen." Nur das letzte Ergebnis, das hätte er sich wohl auch anders gewünscht.

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