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Euphoriewelle in Heidenheim nimmt nicht ab

Es ist ein bekanntes Phänomen, welches man nach einem Aufstieg in nahezu jeder Liga beobachten kann. Im Stadion herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Jeder freut sich auf jedes einzelne Spiel in der neuen Liga. So ist das auch in Heidenheim der Fall. Im 46.000 Einwohnerstädtchen in Württemberg an der bayrischen Grenze ist es aber vielleicht noch besonderer, als in anderen Aufstiegsstädten. Zu den sieben Heimspielen in dieser Saison kamen im Schnitt mehr als 12.000 Zuschauer. Es wird also höchste Zeit, dass die 13.000 Zuschauer fassende Arena schnellstmöglich ausgebaut wird. Wenn alles nach Plan läuft sollen schon nach der Winterpause 15.000 Menschen in der Voith-Arena Platz finden. Denn bereits dreimal in der Saison war die Arena komplett ausverkauft. Und mindestens ein weiteres Mal wird das in diesem Jahr noch der Fall sein.

Derby ausverkauft- Heidenheimer reisefreudig

Bereits sechs Wochen vor dem Derby gegen den VfR Aalen gab es für das Spiel keine Tickets mehr. Geschäftsführer Holger Sanwald wusste bereits früh, dass es eine hohe Nachfrage für das Spiel geben wird. Aber mit diesem Ansturm wurden auch Sanwalds Erwartungen „völlig übertroffen“. Wenn die Ticketnachfrage in diesem Tempo weitergeht, hätte man wohl gut und gerne die doppelte Anzahl an Tickets verkaufen können. Das Ostalbderby elektrisiert bereits früh die Region. Aber nicht nur in gewohntem Umfeld machen die Rot-Blauen eine gute Figur. Für viele Fans anderer Vereine überraschend, zeigen sich die Brenzstädter auch als reisefreudiges Völkchen. Beim Gastspiel in Ingolstadt pilgerten weit mehr als 1.100 Heidenheimer gen Gästeblock des Audi-Sportparks. Und auch auf den neutralen Tribünen konnte man zahlreiche rot-blaue Fanschals entdecken. Die kommende Auswärtspartie beim Kiez-Club aus Sankt Pauli ist ein echtes Highlight der diesjährigen Zweitligasaison. Völlig nachvollziehbar, dass auch hier schon das gesamte Gästekontingent vergriffen ist.

Und auch für die Freitagabendpartie in Franken gegen die SpVgg Greuther Fürth haben sich schon zahlreiche Heidenheimer angemeldet. Auch hier darf man davon ausgehen, dass die Marke von 1.000 Auswärtsfahrern erreicht wird. Das Team zeigt bisher hervorragende Leistungen auf dem Platz und die Fans honorieren dies mit einer bedingungslosen Unterstützung. Trainer und Spieler appellieren auch stets an die Zuschauer und heben hervor, dass der Klassenerhalt nur gemeinsam, mit der Unterstützung der Fans, erreicht werden kann. Dazu passend lautet auch das Motto der Heidenheimer: „Eine Stadt. Ein Verein. Wir sind Heidenheim.“ So dürfen sich die Gegner aus der zweiten Liga auf einen forschen Aufsteiger freuen, der bisher nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Zuschauerrängen zu überzeugen weiß.