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F95 noch kein Spitzenteam: "Laufen wirklich auf letzter Rille"

© IMAGO / Lobeca

Das Spitzenspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem Hamburger SV ging an die Hausherren aus der Hansestadt. In den Augen von Cheftrainer Daniel Thioune ging die 0:2-Niederlage noch glimpflich für seine Mannschaft aus, die personell arg gebeutelt ist. Auch die Spieler machten die Unterschiede aus, die nicht für Düsseldorf sprachen.

Zimmermann früh verletzt raus

Zwei Tore des Hamburger SV entschieden im Laufe des Abends die Partie. Gerade einmal acht Spielminuten waren am Samstagabend gelaufen, als Daniel Thioune wieder einmal in der Viererkette tauschen musste. Matthias Zimmermann, der bereits zu Saisonbeginn an einem Innenbandriss laborierte, musste runter. "Unglücklicherweise für uns hängt alles wieder mit einer Verletzung zusammen – dass wir nun auch den letzten Starter unserer Viererkette verloren haben, hat nicht darauf eingezahlt, dass wir resistenter werden", resümierte Daniel Thioune nach Abpfiff.

In Hamburg war die Bank zwar voll, doch mit den Nachwuchstalenten Tom Geerkens, Elione Fernandes und Niko Vukancic hatte Thioune die Nummern 45 bis 47 im Kader nominiert. Am Ende kamen die Youngsters nicht zum Einsatz, aber auch sämtlichen anderen Akteuren wollte Thioune keine Schuld zuweisen. "Die Jungs haben sich insgesamt trotzdem bemüht. Wir laufen aktuell wirklich auf der letzten Rille", merkte der Cheftrainer an. Trotzdem hatte er sich natürlich auch in Hamburg mehr erhofft. "Vom ersten Moment an hat man gespürt, wie viel Wucht der HSV entwickeln konnte", erklärte der F95-Coach nach der Begegnung mit dem Ex-Klub. "Auch nach dem zweiten Tor sind wir mit dem Resultat noch gut bedient."

"Wir waren zu 100 Prozent überzeugt"

Viele Spieler im Fortuna-Kader sehen das Resultat ähnlich. Nicht selten wird die Leistung von Torhüter Florian Kastenmeier hervorgehoben, der seine Mannschaft lange im Spiel hielt. Dennoch war es auch laut Thioune nur "eine Frage der Zeit, bis das Tor fällt". Dabei war die Hoffnung groß. "Wir waren zu 100 Prozent überzeugt, dass wir hier etwas mitnehmen können, doch dazu war der Start ins Spiel heute zu schlecht", so beispielsweise Christoph Klarer. Jorrit Hendrix ärgerte sich dagegen über die Art und Weise: "Der HSV hat es gut gemacht und es war sehr schwierig, hier zu spielen. Wir müssen in Zukunft auswärts das gleiche Spiel aufs Feld bringen wie in den Heimspielen. Heute ist uns das aber nicht gelungen."

Und Marcel Sobottka, der die Fortuna als Kapitän auf das Spielfeld führte, sah noch einen anderen Aspekt. "Man hat den kleinen aber feinen Unterschied gesehen, warum der HSV eine Spitzenmannschaft ist und wir aktuell noch nicht", erklärte der defensive Mittelfeldspieler. Mit 14 Punkten stehen die Düsseldorf vor der Länderspielpause zwar auf dem sechsten Platz, doch die Ergebnisse im Rheinland erscheinen noch zu schwankend. Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (1. Oktober, 13 Uhr) geht es weiter.