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FCE-Stürmer Zulechner: "Glaube, dass ich zur Risikogruppe zähle"

© imago images / Picture Point

Stürmer Philipp Zulechner vom FC Erzgebirge Aue zählt sich im Rahmen der Corona-Pandemie selbst zu den sogenannten Risikopatienten, zu denen beispielsweise Menschen mit Vorerkrankungen zählen und dadurch besonders durch den Krankheitserreger Covid-19 gefährdet sind. Grund dafür ist eine Verletzung der Vergangenheit, doch Sorgen macht sich Zulechner deshalb nicht.

Zulechner drohte Organversagen

In zwei Tagen ist es soweit: Am Samstag trifft der FC Erzgebirge Aue zum Re-Start der 2. Bundesliga auf den SV Sandhausen. Am Ball könnte dann auch wieder Philipp Zulechner sein, der in der Coronakrise besonders auf sich Acht gibt. "Ich glaube, dass ich zur Risikogruppe zähle", gibt der 30-Jährige nämlich im Gespräch mit der "Bild" zu Bedenken.

Zwei Jahre lang spielte der Österreicher für den SC Freiburg in der Bundesliga, davor und danach war er in seinem Heimatland für die Top-Klubs am Ball. Doch 2018 drohte dem Stürmer nicht nur das vorzeitige Karriereende, er bangte auch um sein Leben. Wie das Blatt berichtet, war ein multiresistenter Keim über eine offene Wunde in Zulechners Blutbahn gelangt und war Schuld daran, dass ein multiples Organversagen drohte. Nun ist der Österreicher aber wieder am Ball – und entsprechend vorsichtig im Umgang mit der Corona-Pandemie.

"Bin da sehr vorsorglich"

"Ein etwas mulmiges Gefühl ist dabei", berichtet der Stürmer, der in Folge der Erkrankung vor zwei Jahren seine Beine zwischenzeitlich nicht mehr bewegen konnte. Zulechner handelt deshalb verantwortungsbewusst: "Ich desinfiziere mir nach dem Einkaufen die Hände, trage immer eine Maske und bin da sehr vorsorglich. Ich passe auf, will mir aber auch nicht zu große Sorgen machen."

Weil er "jung und sportlich" ist, glaubt der Stürmer nicht daran, dass es ihn im Ernstfall "so hart treffen würde". Sein Glück herausfordern will Zulechner aber auch nicht. Stattdessen will er wieder Tore schießen, denn in dieser Saison steht sein Kontostand trotz 18 Einsätzen noch bei Null. "Ich hinke meinen Erwartungen hinterher", weiß der 30-Jährige selbst und gibt vor: "Vielleicht habe ich mir zu viel Druck gemacht und zu viel vorgenommen. Ein Tor kann bei einem Stürmer einiges lösen, auf dieses Erlebnis arbeite ich hin."