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FCI-Defensive wackelt wieder: "Haben wir uns anders erarbeitet"

© IMAGO / foto2press

Die Abwehrreihe des FC Ingolstadt hatte sich zuletzt deutlich stabilisiert, doch im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen wurden FCI-Keeper Fabijan Buntic wieder drei Buden eingeschenkt. Im Duell zwischen Auf- und Absteiger kamen die Schanzer nicht in ihr System, sodass die Grün-Weißen am Ende leichtes Spiel hatten.

"Gut ausgenutzt"

"Es war ein absolut verdienter Sieg", resümierte FCI-Cheftrainer Roberto Pätzold nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen den Gast aus Bremen. Nachdem die Schanzer zuletzt gegen Nürnberg (0:0) und Sandhausen (2:0) sicher standen, waren sie an diesem Samstags stets zweiter Sieger. "Uns ist leider nicht gelungen, den Gegner – vor allem in der Aufbaulinie – unter Druck zu setzen, dass sie ihre Positions- und Systemwechsel nicht so gut durchführen können. Dadurch haben wir relativ unbedrängt Anspiele in den Zwischenraum zugelassen", erkannte Pätzold die Problematiken, die keinen Punktgewinn gegen den Bundesliga-Absteiger zuließen.

Das Tempo und die individuelle Klasse der Bremer setzten den FCI zusätzlich unter Druck. "Das haben wir uns anders erarbeitet in der Trainingswoche", ärgerte sich der 42-jährige Übungsleiter der Ingolstädter – aber sah auch eine Teilschuld bei sich selbst: "Da hatten wir einfach auch Probleme mit dem Systemwechsel auf die Dreierkette. Das hat lange gebraucht und zu einem Dominoeffekt geführt, dass wir spät im Anlaufen dabei waren und überspielt wurden." Letztlich habe Bremen das "gut ausgenutzt".

Heinloths Dank und Entschuldigung

Durch die vierte Saison-Niederlage rutschte der FCI nun wieder auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Nach sechs Spielen stehen vier Punkte auf dem Konto des Aufsteigers, der jedoch nicht völlig chancenlos war. "Wir haben uns vorgenommen, auf jeden Fall ein Tor zu machen, um auch den Zuschauern etwas für ihre Unterstützung zu geben. Wir hatten Torchancen, die wir unter dem Strich nicht nutzen konnten", hielt Pätzold lobend fest. "Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel nicht ausgeglichener gestalten konnten."

Eine Enttäuschung, die sich auch auf das Team niederschlug. Abwehrspieler Michael Heinloth – der in Abwesenheit von Stefan Kutschek die Kapitänsbinde trug – war bei den Gegentoren nah dran. "Das erste Tor war eine Flanke, die abgefälscht im eigenen Netz landet. Der zweite Treffer war eine Einzelaktion von Mitchell Weiser, hier müssen wir als Kollektiv einfach besser verteidigen", ärgerte sich der Verteidiger über das Zustandekommen. Heinloth war selbstkritisch – und freute sich über die Fan-Unterstützung: "Nachdem die Stehplätze wieder aufgemacht haben und wir mit einer Gänsehaut eingelaufen sind, möchte ich mich bei unseren Fans entschuldigen, dass unsere Leistung nicht dem gerecht wurde." Weiter geht es für den FCI beim FC St. Pauli (19. September, 13:30 Uhr).