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FCI startet mit Pleite: "Überschätzt haben wir uns nicht"

© IMAGO / Stefan Bösl

Böses Erwachen nach dem Aufstieg? Der FC Ingolstadt beendet den 1. Spieltag der neuen Saison nach einer 0:3-Niederlage gegen Mit-Aufsteiger Dresden auf dem letzten Tabellenplatz. Für Cheftrainer Roberto Pätzold und seine Mannschaft sah die Lage weniger dramatisch aus, denn nach anfänglicher Angst konnten die Schanzer durchaus mitspielen. Einzig Tore fehlten.

"Sichtlich beeindruckt"

Über die Relegation schaffte der FCI den Aufstieg, doch die Rückkehr nach zwei Jahren ins Unterhaus hätte erfolgreicher verlaufen können. Drei Tore schenkte die SG Dynamo Dresden dem alten und neuen Konkurrenten ein. Insbesondere die "Angriffswellen zu Beginn des Spiels" haben die Schanzer "sichtlich beeindruckt". Cheftrainer Roberto Pätzold, erstmals als offizieller Zweitliga-Cheftrainer an der Seitenlinie, analysierte das Geschehen nüchtern: "Wir haben uns da ganz schön weit hinten hineindrägen lassen entgegen unseres Vorhaben."

Dennoch konnten die Schanzer ihren Kasten bis zur 41. Spielminute dicht halten und phasenweise selbst in die Partie finden, was den Spielverlauf jedoch zugegebenermaßen "ein bisschen auf den Kopf" gestellt hätte. "Wir haben einige gute Situationen im Pressing in der gegnerischen Hälfte gehabt, aber nicht mutig genug nachgeschoben. Die Bälle, die wir attackieren wollten, konnten wir nicht in Zweikämpfe ummünzen", legte Pätzold auch ganz klar den Finger in die Wunde. Hinten heraus wurde das Ergebnis dann aufgrund unterschiedlichster Faktoren deutlich.

Junge Schanzer zahlen Lehrgeld

Folgt nun das böse Erwachen für den Aufsteiger? "Überschätzt haben wir uns nicht", entgegnete Pätzold ganz klar. Seiner Mannschaft hätte er gerne "ein Tor gegönnt, weil sie sich das verdient" hatte. Ähnlich sah das auch Kapitän Stefan Kutschke: "Es gab Situationen, in denen wir das Spiel zu unseren Gunsten hätten gestalten können. Aber Dynamo traf in den richtigen Momenten und hatte – wie gewohnt – viel Wucht hier im Stadion."

Möglicherweise war die fehlende Erfahrung ein Faktor im Auftritt der Schanzer, mit Dominik Franke, Thomas Keller, Maximilian Neuberger, Merlin Röhl, Filip Bilbija und Jalen Hawkins bot Pätzold gleich sechs U23-Spieler in der Startelf auf – das Durchschnittsalter betrug glatte 24 Jahre. Zum Vergleich: In den Aufstiegs-Relegationsspielen kratzte der FCI an der 27-Jahre-Marke im Schnitt. Vom Alter machte der Cheftrainer die Partie allerdings nicht abhängig: "Wir haben uns für die Spieler entschieden, von denen wir überzeugt waren, dass sie uns die größte Wahrscheinlichkeit auf Erfolg bieten. Das ist unabhängig vom Alter und bezieht Qualität und Trainingseindrücke ein." Weiter geht es am kommenden Samstag (13:30 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim.