FCM zeigt "außergewöhnliche Moral" - OP bei Müller

Die Sieglos-Serie des 1. FC Magdeburg ist gestoppt: Mit 3:2 setzte sich der Aufsteiger am Samstag bei Holstein Kiel durch, ließ sich auch von zwei Rückständen nicht schocken und bewies große Moral. Damit schoben sich die Elbestädter vorerst von den Abstiegsrängen und können kurz aufatmen.

Kiel mit vielen Chancen

"Wir kamen denkbar ungünstig in das Spiel rein", sagte FCM-Coach Christian Titz auf der Pressekonferenz. Damit übertrieb der 51-Jährige wahrlich nicht. Von Beginn an waren die Gäste unter Druck. Doch Holmbert Aron Fridjonsson (6./7.), Simon Lorenz (7.) aber auch Timo Becker (14.) scheiterten an der fehlenden Präzision oder Magdeburgs Torwart Dominik Reimann. "Kiel war am Anfang mit Standards durch Eckbälle oder Einwürfe sehr gefährlich", gestand Titz.

Zwar hatten die Gäste wie so oft in dieser Saison mehr Ballbesitz als der Gegner, Chancen gab es allerdings keine zu verzeichnen. Stattdessen erzielten die Störche durch Patrick Erras die Führung nach 33 Minuten. Nach einem Eckball brachte Fridjonsson den Ball vor das Tor, wo der Mittelfeldspieler zur Stelle war. "Wir könnten uns nicht beschweren, wenn wir auch ein Tor mehr bekommen hätten" war Titz ehrlich und wusste einzuschätzen, dass es glücklich war, nur 0:1 hinten zu liegen.

FCM kommt zurück

Doch danach war auch der FCM in der Offensive präsent, ein Kopfball von Daniel Heber wurde von Fabian Reese kurz vor der Linie für seinen schon geschlagenen Torwart Tim Schreiber geredet (37.). "Nach 30 Minuten haben wir es geschafft, uns zu lösen und hatten selber Einschussmöglichkeiten", sagte Titz. Der auch kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleich bejubeln durfte. Daniel Elfadli war nach einem Abpraller zur Stelle (45.).

Auch die zweite Halbzeit begann mit druckvollen Kielern, Fiete Arp erzielte nach 54 Minuten die erneute Führung für die Norddeutschen. Auch in den Minuten danach stand der FCM mächtig unter Druck, hatte erneut Glück, dass es nur bei einem Gegentor blieb - und das Spiel somit weiter offen war. Das nutzten die Gäste: Tatsuya Ito brachte den Ball gefühlvoll in den Strafraum zu Herbert Bockhorn, der platziert ins untere Eck traf (70).

Müller wird operiert

"Mit dem Ausgleich war es ein anderes Spiel, ein offener Schlagabtausch", meinte Titz. Nach insgesamt zwölf gelben Karten war es der FCM, der das glücklichere Ende für sich hatte. Baris Atik spielte einen starken Pass auf Moritz Kwarteng, der mit seinem siebten Saisontor den Sieg bescherte (86.). "Die Moral war außergewöhnlich gut", lobte der Coach seine Mannen. "Die Mannschaft hat sich in keiner Phase hängen lassen. Sie haben viele Zweikämpfe gewonnen und sich nie aufgegeben."

Mit dem sechsten Saisonsieg schob sich die Mannschaft auf Rang 15, könnte im Idealfall mit zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz den Spieltag beenden. Am kommenden Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen den FC St. Pauli weiter. Wieder mit dabei sein wird dann Luc Castaignos, der mit Muskelproblemen nicht dabei war. Länger ausfallen wird hingegen Andrea Müller, der eine Verletzung am Syndesmoseband hat und in der kommenden Wochen operiert wird. 

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