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FCN-Serie reißt im Endspurt: "Fehler waren zu einfach"

© IMAGO / Zink

Nach sieben Spielen ohne Niederlage musste sich der 1. FC Nürnberg am Montagabend in Hamburg geschlagen geben. Den Akteuren stieß dabei sauer auf, dass sie sich oftmals Gegentreffer nach demselben Muster fingen. Dennoch ging das Lob nach Abpfiff an den überlegenen Konkurrenten, der seine Chancen nutzte.

"Alle Tore auf gleiche Art"

Die Sorgen um den Club waren in dieser Saison zwischenzeitlich groß, doch mit einer beachtlichen Serie im letzten Drittel konnte sich Nürnberg in eine beruhigende Ausgangsposition spielen. Beim Hamburger SV geriet der FCN jedoch wieder unter die Räder – und das auf ärgerliche Art und Weise. "Die ersten vier Tore waren relativ ähnlich, wir kriegen keinen Druck gegen den Ball, sind nicht aggressiv genug und verteidigen nicht gut nach", beschrieb Cheftrainer Robert Klauß die Spielweise seiner Mannschaft bei der 2:5-Niederlage gegen aufopferungsvolle Hamburger. Auch Ex-HSV-Keeper Christian Mathenia bekräftigte: "Wir haben alle Tore auf die gleiche Art bekommen, alle waren im Sechzehner. Wenn man im letzten Drittel so verteidigt, dann kann man nichts holen und kassiert eine verdiente Niederlage."

Eine Niederlage, die den Club wahrlich nicht mehr umwirft. Doch die Serie von sieben Spielen ohne Pleite ist kurz vor Schluss gerissen. "Der HSV hat heute viel Leidenschaft und viele Emotionen reingepackt und hat sich den Sieg verdient", ließ Mathenia keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass der Gegner dem FCN an diesem Abend den Schneid abkaufte. Stattdessen konnte sich der Club auf den eigenen Nachwuchs konzentrieren. Mit Erik Shuranov und Linus Rosenlöcher erzielten zwei Eigengewächse die Treffer für den FCN, dazu debütierten Mario Suver und Pius Krätschmer erstmals in der 2. Bundesliga. Jugend forscht beim 1. FC Nürnberg.

FCN will gutes Saisonende

Verhindern konnten die Jungspunde die Niederlage am Ende jedoch nicht. Das hing für den FCN-Coach auch mit der Qualität des Gegners zusammen. "Immer wenn es der HSV geschafft hatte, in unser Drittel zu kommen, haben wir zu passiv verteidigt, da kriegen wir dann auch die Gegentore", blickte Klauß auf den Spielverlauf zurück. Gepaart mit den eigenen Fehlern war für den Club nichts zu holen. "Sie haben große Qualitäten im Eins gegen Eins, da haben wir zu viele Duelle verloren. Das waren alles Fehler, die zu vermeiden sind und zu einfach waren. Die dürfen wir nicht machen."

Im Saisonfinale geht es für den FCN jetzt noch gegen Bochum (H) und Hannover (A), wo die Franken nichts abschenken möchten. Mathenia betonte: "Wir sind es allen schuldig, die Saison positiv zu beenden." Das haben die Clubberer mit ihrer jungen Truppe in der eigenen Hand.