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FCSP fehlt Aggressivität: "Ohne die absolute Gewinnermentalität gespielt"

© imago images / foto2press

Nach dem geglückten Re-Start gegen Nürnberg kassierte der FC St. Pauli in Darmstadt eine herbe Klatsche. Obwohl die Hamburger im ersten Abschnitt noch ihre Chancen wahrten, ging die Elf von Cheftrainer Jos Luhukay in der zweiten Hälfte unter. Ein nicht verwandelter Elfmeter in der Nachspielzeit war symbolisch.

"Gegentore viel zu einfach"

Zur Halbzeitpause liefen die Kiezkicker vom FC St. Pauli nur einem Rückstand von einem Tor hinterher. Dass der FSP am Ende des Tages noch drei weitere Treffer und damit eine herbe Klatsche kassierte, ahnte Cheftrainer Jos Luhukay zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht. Aber der Fußballlehrer ahnte, dass etwas nicht stimmte: "Sowohl defensiv als auch offensiv haben wir in der ersten Hälfte ohne die absolute Gewinnermentalität gespielt."

Dabei sah Luhukay seine Mannschaft im ersten Abschnitt nicht zwingend auf der Verliererspur. "In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen, wobei wir im Defensivverhalten schon zu einfach Torchancen zugelassen haben", sah der Cheftrainer eine Partie auf Messers Schneide, die schließlich der SV Darmstadt für sich entschied. Das wahre Ärgernis folgte aber in der Schlussviertelstunde – als die Lilien dem FCSp drei Mal einschenkte: "Die Gegentore haben wir viel zu einfach hingenommen. Wir waren defensiv viel zu passiv und im Zweikampfverhalten nicht aggressiv genug."

FCSP auf Formsuche

Verwundert zeigte sich Luhukay am Ende über das hohe Ergebnis nicht, bemängelte er doch zuvor die fehlende Aggressivität. Eine Szene in der Nachspielzeit war symbolisch für den Tag, dem sich der Niederländer gegenünbersah: "Dass der Elfmeter von Dimi dann auch nicht reingeht, passt in das Bild, das wir heute abgegeben haben." Dimitrios Diamantakos, der wohl zu Hajduk Split wechselnder Torjäger der Kiezkicker, konnte auch vom Punkt keinen Vorteil für den FCSP erzwingen.

Das ärgerte auch Keeper Robin Himmelmann. "Über die 90 Minuten hinweg haben wir einfach zu viele Fehler gemacht", kritisierte der Schlussmann den Auftritt seiner Mannschaft. Besonders mit Hinsicht auf den glücklichen Sieg gegen Nürnberg in der Vorwoche: "Die Höhe der Niederlage ist mir dabei egal. Wir haben das zweite Mal hintereinander nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben."