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Fortuna ärgert sich über "unnötige Niederlage"

IMAGO / Eibner

Wieder war es nichts mit dem ersten Heimsieg für Fortuna Düsseldorf in dieser Saison. In einem chancenreichen Spiel unterlag das Team dem SC Paderborn mit 2:3 und kassierte die erste Niederlage nach zuletzt drei Partien mit sieben Punkten.

"Ein ziemliches Auf und Ab"

Marcel Sobottka gab zu Protokoll, diese Partie erst einmal "verdauen" zu müssen. Denn die 90 Minuten seien "ein ziemliches Auf und Ab" gewesen. Die Einschätzung des Mittelfeldspielers unterstrichen die Zahlen: Jedes Team gab 21 Torschüsse ab. Es hätten also wesentlich mehr als die fünf Tore fallen können. Vor allem aus Sicht der Fortuna. "Wir hätten aber auch vorne mehr Tore schießen müssen, denn wir hatten heute wirklich viele Möglichkeiten. Leider hat es nur zu zwei Treffern gereicht – und weil wir drei Gegentore kassiert haben, haben wir es nicht geschafft, zuhause drei Punkte zu holen", sagte Rouwen Hennings.

Der 34-jährige Angreifer war jedoch voll im Tor-Soll, drehte die Partie nach 0:1-Rückstand durch Sven Michel mit einem Doppelpack (34., 59./Elfmeter). Da sah die Düsseldorfer Welt in Ordnung aus. Doch die Defensive der Hausherren offenbarte viele Lücken. Eine davon nutzte Michel aus, schnürte ebenfalls einen Doppelpack (61.). "Es darf uns nicht passieren, dass wir kurz nach dem 2:1 direkt den Ausgleich kassieren. Da hätten wir den Schwung mitnehmen müssen. Wenn wir zuhause zwei Tore schießen, müssen wir eigentlich mindestens einen Punkt holen", war Sobottka bedient.

"Paderborn hat relativ einfache Tore erzielt"

Und selbst nach dem Ausgleich hatten die Rheinländer Möglichkeiten, das Spiel erneut auf ihre Seite zu bringen. Shinta Appelkamp setzte eine Hennings-Flanke aber an die Latte (63.). "In den Phasen, in denen das Spiel auf unsere Seite kippen kann, müssen wir noch zwingender werden", mahnte Trainer Christian Preußer an. In der Endphase hatten die Mannen von der Pader weiterhin gute Chancen und drehten das Spiel sogar. Nach einer Hereingabe konnte sich Felix Platte zu einfach im Kopfball-Duell durchsetzen und den Siegtreffer bejubeln (83.).

Auch, weil Robert Bozeniks Kopfball nicht im SCP-Gehäuse landete (88.). "Am Ende ist es eine unnötige Niederlage. Paderborn hat relativ einfache Tore erzielt, in Situationen, in den wir nicht aufmerksam genug waren. Ansonsten haben wir aus meiner Sicht bis auf die letzte Viertelstunde ein ordentliches Spiel gemacht", fasste Sobottka zusammen.

Mit elf Punkten nach neun Spielen beträgt der Abstand auf einen direkten Aufstiegsplatz am Ende des Spieltages mindestens sechs Zähler. Nach der Länderspielpause geht es für Düsseldorf zum Hamburger SV.