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Fortuna erzwingt Matchglück: "Haben uns viel zugetraut"

© IMAGO / Jan Huebner

Befreiungsschlag für die Fortuna! Ein 3:1-Sieg der Düsseldorfer in Darmstadt durchbricht die Negativserie, in der sich das Team von Cheftrainer Christian Preußer festgefahren hatte. Gerade in der ersten Hälfte zeigten die Rheinländerdabei eine dominante Vorstellung, die den Knoten auch bei Rouwen Hennings wieder löste.

"Haben guten Fußball gespielt"

Die Anfangsphase zwischen formstarken Darmstädtern und kriselnden Düsseldorfern gehörte schon noch den Lilien, ehe Rouwen Hennings mit seinem Treffer in der 16. Spielminute den späteren Fortuna-Sieg in die Wege zu leiten. Noch im ersten Abschnitt legte der Routinier nach und erzwang das Eigentor durch Klaus Gjasula (41.). Cheftrainer Christian Preußer war zufrieden mit der Herangehensweise: "Wir haben guten Fußball gespielt, uns viel zugetraut und zwei tolle Tore geschossen." Mit der verdienten Führung ging es in die Kabine – dann waren andere Werte gefragt.

"Es waren heute zwei unterschiedliche Halbzeiten", hielt Hennings fest. "In der ersten Hälfte waren wir dominant, vor allem fußballerisch. Wir haben gut miteinander gespielt, haben viele Räume geschaffen und Chancen kreiert. In der zweiten Halbzeit ging es eher ums Verteidigen." Denn Darmstadt reagierte auf den zweifachen Rückstand und spielte nach vorne, was die Düsseldorfer aber an diesem Tag nicht nervös machte. "Ich hätte mir mehr Entlastung gewünscht, wir haben aber zu einem guten Zeitpunkt das 3:0 erzielt", führte Preußer aus. Nach dem Tor von Khaled Narey (76.) war die Negativserie der Fortuna endgültig gebrochen.

Fortuna ohne Angst

"Wir hatten heute keine Angst, Fehler zu machen, und das war ein ausschlaggebender Punkt", lobte auch Marcel Sobottka den Auftritt seiner Mannschaft, die in der Schlussphase noch einen Gegentreffer vom Punkt hinnehmen musste. Erst zwei Mal blieben die Düsseldorfer in dieser Saison ohne Gegentor, doch das spielte am Freitagabend keine Rolle. "Der Sieg und das Gefühl, endlich wieder gewonnen zu haben, stehen heute über allem", so Sobottka.

Nicht abzustreiten ist, dass die Fortuna sich das nötige Matchglück erwzungen hatte. "Wir konnten nicht mehr für viel Entlastung sorgen und hatten vor allem mit der Defensive zu tun. Da hatten wir auch Glück, dass 'Rapha' zwei, drei Bälle richtig stark gehalten hat", erklärte Hennings angesichts des Spielverlaufs. Auch er war fro, dass der "eine Angriff, den wir brauchten", am Ende zur Erlösung der Düsseldorfer führte. Mit dem wichtigen Sieg gegen Spitzenteam Darmstadt konnte F95 den Vorsprung zur Gefahrenzone ausbauen und sich vorerst auf den elften Platz vorschieben. Ein Moment, in dem auch die Düsseldorfer kurz durchatmen dürfen.