Fortuna zieht in die Spitzengruppe: "Hätte anders laufen können"
Fortuna Düsseldorf hat seine Achterbahnfahrt beendet und fährt den vierten Sieg in Folge ein. Beim FC St. Pauli gab es einen souveränen 3:0-Erfolg, der nur zwischenzeitlich ein wenig wackelte. Nicht genug, um die Rheinländer in Bedrängnis zu bringen. Ds Selbstvertrauen ist zurück.
"Abgezockt und gut gekontert"
Am Mittwoch ist Düsseldorf noch einmal bei Regionalliga-Spitzenreiter Rot-Weiss Essen gefordert, danach dürfen die Fortuna-Profis in die kurze Winterpause gehen. Vor wenigen Wochen wäre die Partie noch kritisch von den Fans beäugt worden, weil Düsseldorf in der laufenden Saison recht schwankende Leistungen zeigte. Nach vier Siegen in Folge, darunter nunmehr zwei 3:0-Siege gegen St. Pauli und Osnabrück - geht der Bundesliga-Absteiger nicht nur auf dem Papier als haushoher Favorit in das DFB-Pokalmatch.
"Ich bin erleichtert und glücklich über den Sieg im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres", kommentierte F95-Coach Uwe Rösler den dreifachen Punktgewinn in Hamburg, der über weite Strecken ungefährdet blieb. Dennoch mahnte der Übungsleiter: "Wie schon in Karlsruhe haben wir früh eine große Möglichkeit zugelassen, sodass das Spiel auch anders hätte laufen können." Doch die Qualität der Düsseldorfer setzte sich durch, inzwischen scheint Rösler seine anvisierte Stammelf gefunden zu haben. Die Düsseldorfer Abwehr ist stabil, die Stürmer effizient - und der Cheftrainer zufrieden: "Wir waren abgezockt und haben gut gekontert."
Fortuna bleibt bodenständig
Auch die Stimmung in der Mannschaft hat sich verbessert. "Ich habe es bereits oft gesagt: Vieles geht über das Selbstvertrauen – insbesondere bei den Offensivaktionen. Und dieses Selbstvertrauen holen wir uns im Moment", beschrieb Angreifer Rouwen Hennings die aktuelle Lage bei den Rheinländern. Der geduldige Stürmer netzte gegen St. Pauli zum sechsten Mal ein, was die Fortuna nun wieder ins Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga katapultiert. Trotzdem warnte Hennings, dem die Achterbahnfahrt der bisherigen Spielzeit im Kopf blieb: "Wir haben jetzt vier Mal nacheinander gewonnen, wollen diese Siegesserie aber nicht zu hoch hängen, da wir wissen, dass noch nicht alles perfekt klappt."
Beispielsweise die Torausbeute kann die Fortuna noch verbessern. Mit 19 eigenen Treffern und einer mageren Tordifferenz sind die Düsseldorfer weit hinter den Top Vier-Mannschaften zurück. Auch die Kaltschnäuzigkeit fehlte noch, wie Alfredo Morales betonte: "Wenn man meckern will, dann könnte man uns vorwerfen, dass wir die Partie nicht früher entschieden haben. Wir haben immer wieder gute Chancen kreiert." Zufrieden waren die Akteure mit ihrer Leistung zum Jahresabschluss in der Liga trotzdem - und das zurecht. Denn Düsseldorf ist zurück.