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Freitags-Makel für Lilien: "Wollen zeigen, dass es wieder unser Ding ist"

© IMAGO / Jan Huebner

Bremen, Schalke, St. Pauli – derzeit fegt der SV Darmstadt 98 über alles hinweg, was sich ihm in den Weg stellt. Als nächstes folgt das Duell mit Fortuna Düsseldorf (Freitag, 18:30 Uhr). Die individuelle Qualität beim Gegner sieht SVD-Coach Torsten Lieberknecht gegeben – im Kader, aber auch an der Seitenlinie. Trotzdem will er den Düsseldorfern nicht helfen, in die Spur zu finden.

Lieberknecht stärkt F95-Coach Preußer

Lediglich zwei Zähler verpassten die Lilien in den vergangenen sieben Spielen, nur Holstein Kiel (1:1) war der Elf von Torsten Lieberknecht in den letzten Wochen gewachsen. In den übrigen sechs Partien ging Darmstadt während der Erfolgsserie jeweils als Sieger vom Feld – vier Mal in Folge zuletzt. Nun schickt sich Fortuna Düsseldorf an, die ihrerseits "alles auf die erste Liga getrimmt" haben, so Lieberknecht. "Wenn man sich die individuelle Klasse in ihren Reihen anschaut, ist es umso verwunderlicher, dass die Fortuna noch nicht ins Laufen gekommen ist", gab der SVD-Coach angesichts der fehlenden Punktausbeute bei den Rheinländern jedoch zu Bedenken.

Am derzeitigen Tabellenstand – dem 13. Platz – wollte Lieberknecht den Gegner jedenfalls nicht messen. Zumal sie mit Christian Preußer einen "richtig guten Trainer an der Seitenlinie" habe, dem Lieberknecht die Daumen drückt. Abgesehen natürlich vom Spiel gegen Darmstadt. "Die Beispiele Nürnberg und St. Pauli haben in der Vergangenheit gezeigt, dass man den Lohn bekommen kann, wenn man am Trainer festhält. Und ich fände es gut, wenn man einen jungen Trainer so lange wie möglich unterstützt", sprach der SVD-Coach dem Gegner Mut zu – den er gegen formstarke Lilien auch brauchen würde. Dessen war sich Lieberknecht ebenfalls sicher.

"Können auf alles reagieren"

"Meine Mannschaft trifft auf richtig gute Gegenspieler, gegen die die Jungs absolut alles zeigen müssen, was in ihnen steckt", kündigte Lieberknecht an, wohlwissend, dass die Favoritenrolle seinen Spielern zufallen wird. Auch damit konnte der Übungsleiter umgehen, denn das Selbstvertrauen am Böllenfalltor ist groß. "Es total schwierig, sich auf uns vorzubereiten, weil wir auf alles eine gute Lösung haben und eine Sicherheit ausstrahlen in dem, was wir tun", so der 48-Jährige. Von Beginn an wolle er mit seiner Mannschaft signalisieren, dass gegen Darmstadt aktuell nichts zu holen ist.

Einzig Fabian Schnellhardt (Muskelbündelriss) wird fehlen, alle anderen Akteure stehen Lieberknecht zur Verfügung. "Unsere Situation ist punktemäßig sehr gut, auch wenn wir diese mit einem Dreier am Freitag weiter ausbauen wollen. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir auf alles reagieren können, was der Gegner anbietet", zeigte sich der Fußballlehrer weiter zuversichtlich. "Die größte Aufgabe ist aber, dass wir fokussiert bleiben und eine gewisse Ausstrahlung an den Tag legen. Es gilt, den Kampfmodus einzuschalten. Wir wollen zeigen, dass ein Freitagabend-Spiel wieder unser Ding ist." Bei allem Selbstvertrauen ist die Freitagabend-Statistik nämlich der Dorn im Auge der Lilien – einem Sieg stehen wettbewerbsübergreifend bisher drei Niederlagen in dieser Saison gegenüber.