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Fritz über Winter-Transfers: Kein finanzieller oder sportlicher Zwang

© IMAGO / Nordphoto

Die halbe Liga kämpft um den Anschluss zu den Spitzenplätzen, so auch der SV Werder Bremen. Mit 26 Punkten auf dem neunten Platz ist der Bundesliga-Absteiger eindeutig in die Rolle des Verfolgers geraten. Gibt es im Winter daher Verstärkungen für den Kader? Die Sportliche Leitung der Bremer schloss nichts aus – sofern es sportlch und wirtschaftlich Sinn macht.

"Wir sind überzeugt"

Von allen Neuzugängen im Sommer sammelten bislang Marvin Ducksch, Anthony Jung und Nicolai Rapp die größten Einsatzzeiten. Überzeugt haben von den externen Transfers aber längst nicht alle, doch das vorhandene Gerüst der ehemaligen Bundesliga-Spieler hält an der Weser vieles zusammen – obwohl zahlreiche Ausfälle das Unterfangen immer wieder erschwerten. Nach zwei Siegen unter Neu-Cheftrainer Ole Werner zeigt sich Clemens Fritz als Sportlicher Leiter des SVW im "Kicker" zurückhaltend, wenn es um Wintertransfers geht: "Für uns ist klar: Wir werden nur etwas machen, falls wir uns verbessern können."

Im Sommer erzielten die Norddeutschen einen Transferüberschuss von über 30 Millionen Euro. Dass das Geld für die wirtschaftlich angeschlagenen Bremer nicht komplett in den Kader re-investiert werden kann, ist bekannt. Aber nicht nur finanzielle Zwänge führen zu der Auffassung, die Fritz vertritt. Es ist schlichtweg die sportliche Qualität des Kaders, der unter Werner aufblüht. "Wir sind überzeugt von unserer Mannschaft", so Fritz, der ein "gutes Gleichgewicht zwischen alt und jung, zwischen Führungsspielern und entwicklungsfähigen Spielern" sieht.

Auch Abgänge nicht ausgeschlossen

Grundsätzlich werden Transfers deswegen aber nicht ausgeschlossen. "Wenn man aber noch mal die Möglichkeit hat, Qualität dazuzubekommen, dann werden wir das machen", kündigte der 41-Jährige an. Offen ist auch, wie der SVW mit Angeboten für das vorhandene Personal umgehen wird. Zum begehrten Personal zählen womöglich Jiri Pavlenka, Marco Friedl, Milos Veljkovic oder auch Leonardo Bittencourt, die ihre Zukunft nicht dauerhaft in der 2. Bundesliga sehen – wie auch viele andere ehemalige Bundesliga-Akteure im Kader. "Wenn etwas reinkommt, werden wir uns damit beschäftigen, doch wir sind in einer Situation, in der wir nicht verkaufen müssen. Von daher planen wir das auch nicht", ließ sich Fritz alle Optionen offen.