Frust beim FCM: "Das Ergebnis ist erst mal schlecht"

Lange sah es nach einem Auswärtssieg des 1. FC Magdeburg im "Elb-Clasico" in Dresden aus, ehe Lucas Röser kurz vor Schluss das Spiel zum 1:1 ausglich. Michael Oenning und Philip Türpitz ärgerten sich zwar über zwei verlorene Punkte, waren aber zufrieden mit der Reaktion der Mannschaft.

Oenning bedingt zufrieden

Nach zuletzt zwei enttäuschenden 0:1-Niederlagen gelang dem 1. FC Magdeburg am Samstag im Derby gegen die SG Dynamo Dresden wieder ein Punktgewinn. Die Mannschaft von Michael Oenning zeigte eine Reaktion: "Ich glaube, dass das Spiel von unserer Seite das gehalten hat, was wir uns vorgenommen hatten. Nach unserem schlechten Spiel gegen Sandhausen sind wir hierher gefahren und wussten, dass wir viel gewinnen können. Wenn wir ganz klug gewesen wären, hätten wir die Partie auch gewonnen", zog der Trainer ein mehr oder minder zufriedenes Fazit. Dass es nicht für die drei Punkte reichte, lag am Ausgleichstreffer durch Lucas Röser in der 86. Minute. "Das Gegentor war nach der guten Flanke nicht zu verteidigen", wollte Oenning seiner Defensive keinen Vorwurf machen.

Dabei wäre ein Sieg für seine Mannschaft gar nicht unverdient gewesen, wie Oenning auf der Pressekonferenz andeutete: "Weil wir über 90 Minuten aktiv waren. Ich will nicht sagen, dass wir dominiert haben, aber wir haben kontrolliert. Wir hatten einige gute Chancen. Am Ende zählt aber das nackte Ergebnis."

"Haben anderes Gesicht gezeigt"

Wie ist der Punktgewinn nun aus FCM-Sicht einzuordnen? "Wir hätten die drei Punkte dringend benötigt, deshalb ist das Ergebnis erst mal schlecht", so Oenning, der jedoch mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden war: "Ich bin stolz auf meine Jungs, dass sie den Mut hatten, nach vorne zu spielen. Wir haben nur wenig zugelassen."

Die Enttäuschung über den späten Gegentreffer war jedoch auch den Spielern anzumerken. "Es ist extrem bitter, dass wir so spät noch den Ausgleich bekommen haben", gestand Philip Türpitz gegenüber der "Volksstimme", der jedoch die Marschrichtung für die kommenden Aufgaben vorgab: "Wir dürfen die Köpfe aber auf keinen Fall hängen lassen. Wir haben nach den vergangenen beiden Spielen eine Reaktion gezeigt, haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir können sagen, dass die Partien in Duisburg und gegen Sandhausen Ausrutscher waren und wir jetzt wieder auf dem richtigen Weg sind."

Dieses Gesicht gilt es für die Magdeburger nach der Länderspielpause gegen den 1. FC Heidenheim zu bestätigen. Durch des 4:0-Heimerfolgs der Sandhäuser gegen den FC St. Pauli rutschten die Blau-Weißen nämlich auf den Relegationsrang. Der Abstiegskampf geht also weiter.

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