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"Fühlt sich scheiße an": Reservist Avevor beklagt FCSP-Tabellenstand

© imago images / Thomas Frey

Nach seinem Wadenbeinbruch in der vergangenen Saison kehrte Christopher Avevor zu Beginn der neuen Spielzeit in die Innenverteidigung des FC St. Pauli zurück. Bis zum Auftritt gegen Nürnberg war der Kapitän gesetzt, nun muss er sich hinten anstellen. Aber auch als Führungsspieler erhebt der 28-Jährige keine Startelfgarantie.

"Alles ist brutal eng"

"Die Geschichte, dass der Kapitän immer spielen muss, ist alt", äußerte sich FCSP-Abwehrspieler Christopher Avevor im "Kicker" über seine derzeitige Rolle am Kiez, wo er in den letzten drei Spielen nur einmal eingewechselt wurde. Der 28-Jährige begründet die Maßnahme von Cheftrainer Timo Schultz selbst mit der Kaderbreite und dem Potential seiner Mitspieler: "Gerade in der Defensive haben wir viele Spieler auf einer Position. Da wird es immer personelle Änderungen geben, auch mal auf den Gegner angepasst."

Bislang fehlt lediglich der Erfolg aus dieser Strategie. Mit sieben Punkten aus sieben Spielen sind die Hamburger auf den vorletzten Platz durchgereicht worden. "Dort zu stehen, fühlt sich auf jeden Fall scheiße an", sprach Avevor nicht drumherum, dass die Ansprüche der Kiezkicker natürlich andere sind. Auf der anderen Seite beträgt die Differenz zu einem einstelligen Tabellenplatz gerade einmal zwei Zähler. Für Avevor reicht das Argument nicht aus: "Alles ist brutal eng, auch wenn uns das nicht hilft, weil wir da stehen, wo wir stehen."

Im Schnitt zwei Gegentore pro Spiel

Wenigstens konnte sich der Innenverteidiger nach langer Verletzungspause über seine Rückkehr freuen. Schon jetzt hat der 28-Jährige mehr Spiele auf dem Konto, als in der Vorsaison – weil er sich seinerzeit schon nach dem 2. Spieltag einen Wadenbeinbruch zuzog. Der Saisonauftakt gegen Bochum war Avevors erstes Spiel in der Startelf seit über einem Jahr. "Dass das nicht einfach wird, war mir klar. Es ist klar, dass das von den Strukturen noch Eingewöhnungszeit braucht", sieht sich der Innenverteidiger noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Nun gilt es für den Kapitän, sich seinen Stammplatz zurückzuerobern: "Als Spieler findest du es grundsätzlich blöd, nicht zu spielen. Wenn du die Einstellung nicht hast und es okay für dich ist, auf der Bank zu sitzen, hast du hier aber auch nichts zu suchen." Dann sollen auch die Gegentore nicht mehr fallen. Bislang kassierte St. Pauli pro Spiel genau zwei Gegentore im Schnitt – zu viel.