"Fünf-Punkte-Sieg" für SVD: "Auch sowas muss man mitnehmen"

Manche Siege schmecken besonders süß: Nach dem glücklichen 1:0-Erfolg beim 1. FC Nürnberg bekamen die Spieler im Lager von Spitzenreiter Darmstadt 98 von den Feiern mit ihren Fans einfach nicht genug, kehrten in den Katakomben noch einmal auf das Feld um und zelebrierten vor der Gäste-Kurve mit ihren Anhängern eine "Zugabe“.

Holland: "Geil, was unsere Fans abliefern“

"Einige haben sich nochmal umgedreht und gesagt, wie geil das sei, was unsere Anhänger da abliefern. Deswegen sind wir nochmal umgedreht, um zu zeigen, wie dankbar wir sind für diese Unterstützung Woche für Woche. Diese Szenen bleiben auf jeden Fall hängen", beschrieb "Lilien“-Kapitän Fabian Holland auf der Vereinshomepage den emotionalen Impuls seines Teams für die Bonus-Einlage.

Zu Jubelstimmung hatten die Hessen auch allen Grund: Denn der achte "Dreier“ auf fremden Plätzen durch das Eigentor von "Club“-Kapitän Christopher Schindler (31.) wurde durch das gleichzeitige 2:2-Remis von Aufstiegskonkurrent Hamburger SV bei Fortuna Düsseldorf zu einem "Fünf-Punkte-Sieg“. Plötzlich jedenfalls liegt die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, die nach ihrer Schwächephase inzwischen auch schon wieder sieben Zähler aus drei Spielen in Serie ohne Niederlage geholt hat, im Rennen um die beiden Aufstiegsränge wieder fünf Punkte vor den drittplatzierten Norddeutschen.

Routinier Marcel Schuhen war sich der Bedeutung des Erfolgs in einer für spätere Aufsteiger durchaus typischen Manier durchaus bewusst. "Es war sicherlich ein dreckiges 1:0, aber auch solche Spiele muss man mitnehmen“, meinte der Torhüter nüchtern: "Es ist nicht immer schön, aber schlussendlich geht es um das Ergebnis.“

Aus Schuhens Sicht hatte sein Team an der Noris aber auch ohne spielerische Glanzpunkte eine aufstiegsreife Vorstellung geboten: "Es war viel Arbeit und Kampf, aber auch diese Facette haben wir in unserem Spiel.“

"Sieg fühlt sich sehr gut an“

Deshalb und wegen der neuen Tabellenkonstellation konnte Lieberknecht sich vor den "Wochen der Entscheidung“ konnte Lieberknecht auf der Pressekonferenz über den Lohn für "einen harten Arbeitstag“ womöglich mehr freuen als über eine begeisternde Gala: "Das war ein wichtiger Sieg, der auch für einen Tabellenführer keine Selbstverständlichkeit ist und sich sehr gut anfühlt“, meinte der Coach.

Mit Lob für die sogenannten Sekundärtugenden stimmte Lieberknecht seine Spieler auch schon auf das nächste Spiel am Ostersonntag am heimischen Böllenfalltor gegen den SC Paderborn ein: "Es war Arbeit, Arbeit, Arbeit. Aber so ist es oft.“

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"