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Fünf Siege in sechs Spielen: Bochums Ruf als Favorit gefestigt

IMAGO / foto2press

Bochums Schritte in Richtung Bundesliga werden immer größer, das zeigt vor allem die Spielweise des Revierklubs in den vergangenen Wochen. Beim FC St. Pauli konnte sich das Team von Cheftrainer Thomas Reis sogar nach zweifachem Rückstand zurückkämpfen, sodass der Vorsprung vor der Konkurrenz wächst. Großen Anteil daran hat Simon Zoller.

"Bisschen fehlerbehaftet"

Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen – das ist die Bilanz eines Aufsteigers, in dessen Ruf sich der VfL Bochum immer weiter bringt. Zum dritten Mal in Folge konnte der Revierklub dabei einen Rückstand innerhalb der Spiele aufholen, gegen St. Pauli sogar doppelt. "Der Start war von unserer Seite aus nicht optimal", blickte Cheftrainer Thomas Reis auf den frühen Rückstand zurück. Nach etwa einer halben Stunde konnte Simon Zoller ausgleichen, aber im direkten Gegenzug fiel der zweite Gegentreffer. "Wir waren ein bisschen fehlerbehaftet", so der Coach schlichtweg.

Noch vor der Pause gelang der erneute Ausgleich, danach erzwang Bochum ein Hamburger Eigentor. Für Reis war es die Quittung der aktuellen Moral innerhalb des Teams: "Das gute war, dass wir immer schnell zurückgekommen sind. Das ist das, was die Mannschaft momentan auszeichnet." Und diese Mannschaft steht aktuell auf dem zweiten Tabellenrang, vier Punkte vor dem vierten Platz. Dank Doppeltorschütze Simon Zoller: "Wir haben 36 Punkte. Seinen Teil dazu beizutragen ist natürlich schön."

Kritik auf hohem Niveau

Aber auch beim VfL gibt es noch Verbesserungsbedarf, das zeigten vor allem die Gegentore. Offensivspieler Robert Zulj hatte dazu eine klare Meinung: "In der ersten Halbzeit hatten wir sehr viele Eins-gegen-Eins-Situationen, die wir zum Teil nicht gut genug ausgenutzt haben. Daran müssen wir noch arbeiten." Bei insgesamt 35 Toren – die zweitbeste Offensive neben dem HSV – ist das aber wohl schon als Kritik auf hohem Niveau zu verstehen.

Insgesamt überwiegt der Spaß, den Bochum derzeit macht. Auch den Spielern. "Ich habe zuvor noch nie hier gewinnen können", erklärte Gerrit Holtmann, dass ihm zusätzlich ein positives Erlebnis am Millerntor gelang. Dem Ex-Bundesligaspieler gefällt daher vor allem eine aktuelle Stärke: "Unsere Comeback-Qualitäten haben wir nach den Partien gegen Nürnberg und in Sandhausen abermals unter Beweis gestellt." Unzufrieden werden die Akteure allerdings wohl auch nicht sein, wenn sie dieses Comeback mit einer eigenen Führung gar nicht erst anstreben müssen. Die nächste Chance gibt es am Sonntag (13:30 Uhr) im Top-Spiel mit dem Karlsruher SC.