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Fürth ist heiß auf Frankenderby: "Gibt keinen Favoriten"

© imago images / Zink

Das Frankenderby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg steht an. Zuletzt konnte das Team von Cheftrainer Stefan Leitl gleich vier Siege in Folge einfahren und sich auf den zweiten Tabellenplatz vorschieben. Und eine weiter Bilanz macht die Fürther heiß: Seit 2016 gab es keine Niederlage mehr beim großen Erzrivalen.

"Spiel des Jahres"

Werder-Stürmer Niclas Füllkrug ist ein Spieler, der das Frankenderby zwischen Fürth und Nürnberg bestens kennt, denn der heutige Bundesliga-Angreifer lief bereits für beide Mannschaften in seiner Karriere auf – und entschied das traditionsträchtige Duell vor vier Jahren mit einem Treffer für den FCN. Seither verlor Fürth in drei Aufeinandertreffen nicht mehr beim großen Rivalen, generell konnte der Club nur noch einmal siegen. Diese Statistik will der Tabellenzweite am Sonntag fortführen, wie auch Cheftrainer Stefan Leitl betonte: "Klar ist Derby-Stimmung. Direkt nach dem Spiel in Regensburg war das schon zu spüren. Wir bereiten uns sehr fokussiert auf die Aufgabe vor. Ein Derby hat immer seine besonderen Reize, besonders dieses. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe."

Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen im Juni wird das Derby ohne Zuschauer ausgetragen. "Der Reiz dieses Spiels ist trotzdem gegeben", sah Leitl nicht, dass das Match damit zu einem gewöhnlichen Zweitliga-Aufeinandertreffen verkommen würde. Gleichzeitig betonte der Cheftrainer: "Natürlich wäre es mir lieber, wenn wir mit unseren Fans nach Nürnberg reisen könnten. Das haben wir jetzt alles nicht, aber trotzdem ist es das Spiel des Jahres." Und nach vier Siegen in Folge will der Tabellenzweite auch in Nürnberg an die vorherigen Leistungen anknüpfen.

Schaffran fehlt langfristig

Dafür stehen Leitl aller Voraussicht nach sogar alle Spieler zur Verfügung. Einen Wehrmutstropfen gab es trotzdem: "Bis auf Leon Schaffran sind alle Spieler im Training. Leon hat sich leider letzte Woche im Abschlusstraining eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen. Er wurde am Dienstag operiert und wird uns die nächsten Monate nicht zur Verfügung stehen."

Mit breiter Brust und Selbstvertrauen wird die Spielvereinigung dennoch gehen: "Dieses Spiel ist etwas anderes, als andere Zweitliga-Spiele. Das brauchen wir nicht unter den Teppich kehren oder kleiner machen, als es ist. Natürlich ist die Aufmerksamkeit enorm groß. Wir sind einfach gut drauf und jetzt ist Derby." Und gleichzeitig weiß auch Leitl, das es "in einem Derby keinen Favoriten" gibt – ganz gleich, auf welchem Tabellenplatz die jeweiligen Franken stehen.