Funkel und die alte Liebe zur Fortuna: "Es ist so, dass ich gewinnen will"

Vor der Länderspielpause konnte sich der 1. FC Kaiserslautern mit zwei Siegen und einem Unentschieden auszeichnen. Dadurch stehen die Roten Teufel über dem Strich. Nun kommt es zum Duell der Gegensätze, denn Fortuna Düsseldorf wird am Betzenberg (Samstag, 13:30 Uhr) um den Aufstieg spielen. Friedhelm Funkel wird seiner Ex-Mannschaft alles Gute wünschen - aber erst nach der Partie gegen den FCK.

"Danach wünsche ich alles Gute"

138 Pflichtspiele absolvierte Friedhelm Funkel an der Seitenlinie von Fortuna Düsseldorf. In dieser Zeit gelang der Aufstieg in die Bundesliga und der Klassenerhalt. Ursprünglich hatte der 70-jährige Fußballlehrer geplant, dass nach dem Engagement im Rheinland die Schuhe an den Nagel gehängt werden. Doch Funkels Expertise wird bekanntermaßen am Betzenberg gebraucht - und zwar gegen Fortuna Düsseldorf am kommenden Wochenende. "Die Jungs haben Lust auf das Spiel. Ich auch. Natürlich ist das kein Spiel wie jedes andere für mich, wenn man fast vier Jahre sehr erfolgreich dort gearbeitet hat", so Funkel in der Medienrunde vor dem Wiedersehen.

Zwischen dem FCK und F95 steht ein Duell der Gegensätze an, in dem es um den Klassenerhalt auf der einen und den Aufstieg auf der anderen Seite geht. Aus alter Lieber wird Funkel nicht weicher werden. "Es ist so, dass ich am Samstag gewinnen will. Danach wünsche ich der der Fortuna alles erdenklich Gute", stellte der 70-Jährige in Aussicht, dass der FCK noch Schützenhilfe im weiteren Verlauf der Restsaison geben könnte - und andersherum. Deswegen stellte Funkel heraus: "Das Ergebnis am Samstag wird auch noch keine entscheidende Rolle haben, weil danach noch genug Spiele sind."

Krahl und Ache fallen aus

Entscheidend für die Partie könnte jedoch werden, welchen Torhüter der FCK-Coach in den Kasten stellt. Weil Julian Krahl ausfallen wird, muss sich Funkel zwischen Robin Himmelmann und Avdo Spahic entscheiden. "Ich habe meine Vorstellungen, aber entschieden habe ich mich noch nicht", so Funkel. Darüber hinaus muss er auf Hendrick Zuck (Kreuzbandriss), Philipp Klement (muskuläre Probleme) und Ragnar Ache (Oberschenkelverletzung) verzichten. Beim Mittelstürmer sei Vorsicht geboten. "Bevor er ins Pflichtspielgeschehen eingreifen kann, muss er erst einmal am Mannschaftstraining teilnehmen. Das ist in dieser Woche noch nicht möglich."

Auch das Halbfinale im DFB-Pokal scheint zu knapp für Ache zu werden. Deshalb wird ein Comeback frühestens gegen den Hamburger SV in der kommenden Woche angepeilt. "Wir wollen auf keinen Fall, dass er zu früh zum Einsatz kommt", erklärte Funkel, der behutsam mit seinem Torjäger umgehen möchte. Gerade Ache hatte jedoch nach einem Flaschenwurf im Hinspiel eine Vorgeschichte mit Düsseldorf. Kein Aufreger für Funkel: "Ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Art und Weise noch eine Rolle spielt. WIr sind nicht übermotiviert aufgrund des Hinspiels. Wir nehmen die Situation an, wie sie im Moment ist." Das Hinspiel verloren die Lautrer nach 3:0-Führung mit 3:4. Eine Randnotiz für den erfahrenen Coach, der sich nun auf die stärkste Offensive der Liga einstellen will.

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