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FWK kaum noch zu retten: Santelli will trotzdem besseres Bild zeigen

© IMAGO / foto2press

Mit Spannung erwartete die Liga den Auftritt der Würzburger Kickers nach der ungewöhnlichen Entlassung von Cheftrainer Bernhard Trares – doch das Bild blieb dasselbe. Über weite Strecken konnte der FWK im Duell mit Sandhausen mithalten, vielleicht sogar phasenweise dominieren. Am Ende sorgte ein zweifelhafter Elfmeter jedoch für die 0:1-Niederlage, sodass die Hoffnung schrumpft.

"Darum geht es nicht"

Die Begegnung zwischen dem Letzten vom Dallenberg und seinem direkten Tabellennachbarn in der Abstiegszone sollte ein letzter Hoffnugnsschimmer für den Würzburger Abstiegskampf werden. Ein Handelfmeter, verursacht durch den irritierten Frank Ronstadt, sorgte jedoch für den erneuten Genickbruch. Dabei sei es das Schulterblatt gewesen, nicht der Unterarm – doch Schiedsrichter Benjamin Cortus und der Videoassistent entschieden in einer kniffligen Situation einmal mehr in dieser Saison gegen den FWK. "Wir wollten kein Gegentor aus dem Spiel heraus bekommen. Vielleicht muss ich in meiner Ansage nächstes Mal noch etwas präziser werden, dass wir auch keine nach Standard wollen", übte sich Ralf Santelli, eigentlich Nachwuchsleiter und nun Interimscoach, wohl schon in Galgenhumor.

Denn am Dallenberg gehen allmählich die Lichter aus. Nicht unwahrscheinlich wäre nach 16 Punkten aus 27 Spielen, dass der FWK inzwischen mindestens sieben der acht ausstehenden Spiele gewinnen müsste, um noch die Klasse zu halten. "Darum geht es nicht", schnitt Santelli das Thema einer Aufholjagd nach der Partie aber nur kurz an. Viel mehr wollen sich die Würzburger nach vielen Entscheidungen in dieser Saison, die sie auf ihren Tabellenplatz führten, wieder in ein besseres Licht rücken. Spielerisch wäre das beinahe gelungen.

FWK zu spät aufgewacht

Denn völlig unterlegen war Würzburg im Abstiegskracher nicht. "Wir haben es versäumt, in der ersten Halbzeit Dinge umzusetzen, die es dem Gegner schwieriger gemacht hätten, vor unser Tor zu kommen", analysierte Santelli den Spielverlauf, nach dem die Würzburger im ersten Abschnitt keinen Stich gegen den SVS sah. In der zweiten Halbzeit habe man sich dann eigentlich einen Punkt verdient. "Vielleicht war es zu spät", so Santelli, der jedoch ein mutigeres Spiel mit besserer "Körperlichkeit und Wachheit" seiner Mannschaft sah. "Da haben wir uns viel zu spät gefunden, sonst wäre es spannender gewesen", äußerte sich der Interimscoach zwar vorwiegend über das Spiel – doch kein Satz könnte wohl sinnbildlicher für die gesamte Würzburger Saison stehen. Der Rückstand der Würzburger auf den Abstiegs-Relegationsplatz, sowie auf das rettende Ufer, beträgt inzwischen zehn Punkte.