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"Ganz anders vorgestellt": SVS startet mit "Riesenenttäuschung"

© IMAGO / Jan Huebner

Schon das erste Spiel im neuen Jahr verschärft die Lage am Hardtwald. Im Duell mit Jahn Regensburg (0:3) war es dem SV Sandhausen nicht gelungen, die gute Winter-Vorbereitung auf den Platz zu bringen – für alle Beteiligten eine Enttäuschung, wie sie sich nach der Partie einig waren. Die Sorge vor Ratlosigkeit wächst.

"In allen Belangen unterlegen"

Wie kann sich der SVS noch retten? Die Frage beschäftigt die Gemüter in Sandhausen bereits nach dem ersten Auftritt im neuen Jahr. Gewissenhaft bereiteten sich sämtliche Akteure auf den Auftakt vor – um dann krachend gegen Regensburg zu scheitern. "Für uns ist das eine Riesenenttäuschung nach der guten Vorbereitung, die wir eigentlich hatten", hielt SVS-Cheftrainer Alois Schwartz nach drei Gegentreffern fest. Eigentlich hätte es anders laufen sollen: "Wir waren guter Hoffnung, heute den ersten Heimsieg einfahren zu können." Davon war der SVS weit entfernt.

Stattdessen folgte die sechste Niederlage in neun Spielen am Hardtwald. "Es war heute ein kollektives Versagen, das so nicht abzusehen war nach einer eigentlich gelungenen Vorbereitung", beobachtete auch Sportchef Mikayil Kabaca, der ein erschreckendes Fazit schloss: "Wir waren in allen Belangen unterlegen und haben zurecht mit 0:3 verloren." Mit den Leihspielern Ahmed Kutucu (Basaksehir) und Nils Seufert (Greuther Fürth) standen zwei Winter-Neuzugänge in der Startelf, mit Dario Dumic wurde ein weiterer Neuling eingewechselt. Geholfen hat es noch nicht.

Zwischen Mut und Ratlosigkeit

"Wir haben uns das ganz anders vorgestellt", ärgerte sich auch Kapitän Dennis Diekmeier. "Wir haben sehr gut gearbeitet in der Vorbereitung, die Leistung, die wir heute gezeigt haben, war aber gar nichts." Die Angst vor der Ratlosigkeit macht sich breit, wie auch die Reaktion des Abwehrspielers vermuten ließ. "Schwer zu sagen, woran es gelegen hat, wir waren überhaupt nicht da, waren nicht in den Zweikämpfen drin", so Diekmeier. Kapitulieren wird der SVS selbstverständlich nicht.

Die Ansatzpunkte waren für Schwartz deutlich. "Wir haben dem Gegner dann aber in die Karten gespielt, haben nur den Weg nach hinten gesucht und sind nie ins Spiel gekommen. Wir haben mutlos gespielt, deswegen war es einfach für Regensburg, heute drei Punkte mitzunehmen", erklärte der Übungsleiter, dass alle Spieler im SVS-Trikot mit Problemen kämpften. War es noch einmal der Warnschuss vor den Bug? "Wir müssen das Spiel schnell abhaken und uns dann auf Karlsruhe vorbereiten. So etwas darf uns nicht mehr passieren", machte Schwartz deutlich. Mit 17 Punkten aus 19 Spielen hält sich der SVS derzeit noch auf dem Abstiegs-Relegationsplatz und profitiert auch davon, dass von den letzten acht Teams nur Hannover einen Sieg zum Jahresauftakt einfahren konnte.