Gegen Schalke das Ostseestadion nutzen: "Noch einmal alles bündeln"

Kräftemessen im Zweitliga-Keller: Die Hansa-Kogge trifft auf die Königsblauen. Im ausverkauften Ostseestadion kann am Sonntag (13:30 Uhr) nur ein Team den Befreiungsschlag landen. Cheftrainer Alois Schwartz möchte alles daran setzen, um mit seiner Mannschaft im letzten Heimspiel des Kalenderjahres zu feiern.

Fragezeichen hinter Ingelsson

An schlechten Bedingungen in der Trainingswoche soll der F.C. Hansa Rostock am 16. Spieltag nicht scheitern. Trotz starker Witterungsbedingungen habe der Verein alles gemacht, um Alois Schwartz und seiner Mannschaft den Trainingsplatz freizumachen. Jetzt soll auch der FC Schalke 04 als klangvoller Name kein Hindernis werden. "Da lassen wir uns nicht blenden oder einschüchtern", gab der Cheftrainer vor. Dass ausgerechnet die Königsblauen mit der Kogge im Tabellenkeller feststecken, sei angesichts der Liga keine riesige Überraschung.

"Letztendlich ist die Liga sehr eng, das sieht man daran. Schalke hat es nciht geschafft, eine Konstanz auf den Platz zu bringen. Sie versuchen vielen, haben jetzt auch wieder umgestellt", zählte Schwartz mit Blick auf den Gegner auf. "Wir müssen den Finger in ihre Wunde legen. Es gilt, Zuhause mutig zu sein." Mit Jonas David kann der Hansa-Coach im kommenden Heimspiel wohl wieder rechnen, während hinter Svante Ingelsson aufgrund einer Erkältung noch das Fragezeichen steht. Fehlen werden Nico Neidhart (Muskelfaserriss), John-Patrick Strauß (Wadenverletzung), Jasper van der Werff (Schulterverletzung), Jannik Bachmann (Erkältung) und Patrick Nkoa (Knieprobleme).

"Es ist so geil"

Für Rostock wird es zugleich das letzte Heimspiel des Jahres. Vor 27.100 Zuschauern möchte sich die Kogge gebührend aus dem Kalenderjahr verabschieden. "Was ich seit April im Stadion erlebt habe, ist bis jetzt wirklich sensationell. Es ist so geil. Wir versuchen noch einmal alles zu bündeln", nahm Schwartz die Stärke des Ostseestadions auf. Auch gegen Schalke habe man so eine Chance. Worauf sich der Hansa-Coach einstellte? "Man kann nicht sagen, wie berechenbar sie sind. Letztendlich muss man schon sagen, dass das eine Mannschaft ist, die sich noch nicht gefunden hat, aber eine Qualität im Kader hat, die enorm ist."

Bis jetzt konnte Schalke diese Qualität aber nur schubweise auf den Platz bringen. Einer, der das ändern kann, ist Simon Terodde. Der Zweitliga-Rekordtorjäger traf vor zwei Jahren fünf Mal in zwei Spielen gegen Rostock. "Warnen muss man vor Terodde nicht, man muss aufpassen", machte Schwartz allen klar. Insgesamt habe Schalke jedoch eine gute Achse, auf die es zu achten gilt. Und trotzdem war das Vorjahr für Schwartz ein mahnendes Beispiel: "Man hat es mit Arminia Bielefeld gesehen. Da haben auch alle gesagt, was für einen tollen Kader die haben, und dass sie unten herauskämen. Zum Schluss hat es nicht geklappt." Nun will Schwartz mit seiner Mannschaft dafür sorgen, dass auch Schalke einen schwierigen Weg vor sich hat.

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