Gelingt 96 weitere Pokal-Sensation? "Haben überhaupt keinen Druck"

Nach drei Runden ohne Gegentreffer im DFB-Pokal tritt Hannover 96 am frühen Mittwochabend (18:30 Uhr) zum Viertelfinale gegen RB Leipzig an. Der Bundesligist zog in den vergangenen beiden Jahren jeweils ins Finale ein, doch die Niedersachsen wollen die größtmögliche Hürde in der nächsten Runde darstellen. Dazu sieht Cheftrainer Christoph Dabrowski sein Team durchaus in der Lage, denn der Trend verspricht zumindest ein gutes Spiel.

"Konnten nachlegen"

"Beide Mannschaften haben einen guten Lauf und das sind gute Voraussetzungen, dass beide Mannschaften ein spannendes und attraktives Spiel liefern", erklärte der 96-Coach in der Pressekonferenz vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal. Die Niedersachsen treffen nach Siegen gegen Norderstedt (4:0), Düsseldorf (3:0) und Gladbach (3:0) auf RB Leipzig, die bei den überraschenden Ergebnissen in diesem Jahr als letzter großer Favorit für den Titelgewinn gelten. Da machte sich auch Dabrowski nichts vor: "Leipzig war in den letzten Jahren zweimal im Pokalfinale und ich glaube, dass das für Leipzig der kürzeste Weg zum Titel ist, das werden sie im Kopf haben."

Hannover hätte gegen eine Fortsetzung des Favoritensterbens wohl keine Einwände - und hält die Karten dafür selbstverständlich in der eigenen Hand. Zwei Siege in Folge haben die Roten dabei im Gepäck. "Die Mannschaft wurde oft kritisiert dafür, dass sie nach einem berauschenden Spiel nachlässt und Spannung verliert und deshalb hat mich es umso mehr gefreut, dass wir gegen Kiel nochmal eine leidenschaftliche und stabile Leistung und nochmal drei Punkte nachlegen konnten", betonte Dabrowski, dass sein Team durchaus stolz auf die Entwicklung sein könne. Das honorieren auch wieder die Fans.

Kellerduell mit SVS im Blick

"Die Mannschaft hat die letzten Spiele gezeigt, dass sie in die Spur gekommen ist und hat mit ihrem Auftreten signalisiert, dass sie bereit ist, die Fans wieder mitzunehmen", verdeutlichte der Übungsleiter, dass das Publikum auch im ungleichen Duell mit dem Bundesligisten aus Leipzig wieder ein Trumpf werden könnte, wenn Hannover zum Mitreißen anregt. "Das ist unser ganz klares Ziel, dass wir gemeinsam mit den Fans ein gutes Spiel abliefern. Und mit dem Quäntchen Glück sind wir auch in der Lage, eine Sensation zu schaffen", so Dabrowski.

Personell steht dem 43-Jährigen dafür der bekannte Kader vom vorherigen Wochenende zur Verfügung. Dennoch behielt Dabrowski auch die Tatsache im Kopf, dass nach Leipzig auch das Kellerduell mit dem SV Sandhausen folgen wird. "Wir versuchen natürlich schon, die nötige Frische auf den Platz zu bekommen, denken aber schon einen Schritt weiter", erklärte Dabrowski etwaige Vorsichtsmaßnahmen. Denn in der Liga ist 96 noch nicht über den Berg. Davon soll im DFB-Pokal-Viertelfinale aber nicht die Rede sein, denn dort kann Hannover befreit aufspielen: "Wir haben überhaupt keinen Druck."

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