Glöckner vor Hansa-Start: "Zum ruhigen Fahrwasser kann es dauern"

Am Samstag (13 Uhr) startet der F.C. Hansa Rostock in die Rückrunde, um bestenfalls in Heidenheim schon einen Grundstein für den restlichen Saisonverlauf zu legen - der völligst auf den Klassenerhalt abzielt. Die erste Elf hat Cheftrainer Patrick Glöckner bereits im Kopf, sodass alle Spieler zum Ende der Transferphase auch wissen, wo ihr aktueller Stand sein wird.

"Abstiegskampf ist klar da"

Vier Punkte aus zwei Spielen hatte Patrick Glöckner vor der langen Winterpause bereits zum Amtsantritt geholt. Das ist genau die Anzahl von Zählern, welche die Hansa-Kogge zum Rückrundenstart von den Abstiegsplätzen trennt. Jetzt steht der Auftakt in Heidenheim an. "Wir müssen generell schauen, wie die Mannschaften aus dem Quark kommen", fasste der Hansa-Coach zum Ende der Spieltagspressekonferenz treffend zusammen. Zuvor ging Glöckner natürlich ins Detail.

"Der Abstiegskampf ist klar da", machte sich der 46-Jährige trotz seines guten Starts an der Ostsee nichts vor. "Das Ziel ist der Klassenerhalt und wir kennen unser Auftaktprogramm. Wir wissen, dass es lange dauern kann, bis wir in ruhigeres Fahrwasser kommen. Trotzdem tun wir Spieltag für Spieltag alles dafür", versprach er zum Start ins neue Jahr. In der Wintervorbereitung hat er die Mannschaft an sein System angepasst - das bedeutete vor allem Nachholbedarf im läuferischen Bereich. "Wir sind ein Team, das viele Sprints ziehen muss. Wenn die Spielweise aggressiv und schnell sein soll, dann braucht man wiederholt die Sprintfähigkeit. Darauf müssen die Spieler vorbereitet werden", blickte Glöckner voraus.

Erste Elf steht bereits fest

Ob ihm das gelungen ist, wird sich in Heidenheim zeigen. "Dort geht es um Laufleistung und Zweikampfführung. Das ist enorm wichtig gegen diesen Gegner", bewertete Glöckner das Aufeinandertreffen im Vorfeld. Auch seine Spieler, die schon das ein oder andere mal auf Heidenheim getroffen sind, wüssten das. "Wir müssen höllisch aufpassen und sehr eng am Mann arbeiten. Und dann natürlich auswärts für Entlastung sorgen", gab der Hansa-Coach als Matchplan vor. Die nötigen Erkenntnisse habe er aus jeder Trainingseinheit und jedem Gespräch mit den Spieler gezogen.

So hat sich für Glöckner auch schon die erste Elf herauskristallisiert. Wird das Einfluss auf das Transfergeschehen haben, bei dem Rostock in diesem Winter noch gar nicht in Erscheinung getreten ist? "Alle Spieler, die wir haben, haben sich anständig verhalten und im Training geben sie alles. Irgendwann entsteht halt ein Ranking, das dann aussagt, dass du Nummer 3 oder 4 bist. Diese Ingo geben wir den Spielern, aber trotzdem wissen wir, wie schnelllebig der Fußball ist", würde Glöckner niemals einen Spieler abschreiben.

Thill ist "erstmal hinten dran"

Das prominenteste Beispiel könnte Sébastien Thill werden, der bislang den Erwartungen hinterherläuft. "Er ist ein hervorragender Fußballer, dem wir seine Situation mitgeteilt haben. Er muss schauen, wie er sie annimmt. Es ist so, wie es ist, dass er erstmal hinten dran ist", so Glöckner. Wie schnelllebig das Geschäft sein kann, hatte der Hansa-Coach zuvor bereits verdeutlicht. Abgesehen von Lukas Scherff (Aufbautraining), Maurice Litka (Knorpelschaden) und Pascal Breier (Rückenprobleme) stehen alle weiteren Spieler zur Verfügung.

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