Goldenes Händchen: Matarazzo feiert 3:0-Debüt in Stuttgart
Eindrucksvoll und effektiv meldete sich der VfB Stuttgart aus der Winterpause zurück und schickte Verfolger Heidenheim mit einem 3:0-Sieg auf die Bretter. Vor allem das goldene Händchen von Trainer-Debütant Pellegrino Matarazzo sorgte am Ende für die Entscheidung im schwäbischen Derby.
Zwei Scorer-Punkte durch Joker
Ein Punkt trennte Stuttgart und Heidenheim nach der ersten Halbserie im vergangenen Jahr, doch beim Aufeinandertreffen direkt nach der Winterpause konnte der VfB seinen Verfolger in die Schranken weisen. "Wir haben heute ein ordentliches Spiel von unserer Mannschaft gesehen", lobte Pellegrino Matarazzo seine Mannschaft, die er erstmals an der Seitenlinie coachte. Die Einwechselungen von Borna Sosa und Mario Gomez erwiesen sich dabei goldrichtig.
Der Kroate bereitete in der Schlussviertelstunde den zweiten Treffer der Stuttgarter vor, der Ex-Nationalspieler schob kurz vor Schluss zur endgültigen Entscheidung ein. Dabei gab der Spielverlauf lange nicht her, dass die Stuttgarter einen solch deutlichen Sieg einfahren würden. "Wir haben nach knapp 15 Minuten die Kontrolle über das Spiel bekommen und uns Chancen herausgespielt, bei denen wir die jeweilige Situation aber nicht ganz präzise zu Ende gespielt haben", sah Matarazzo auch weniger gute Aktionen seines Teams, das die Möglichkeiten anfangs noch leichtfertig vergab - ohne Konsequenz.
"War noch nicht alles perfekt"
Zudem hätte Heidenheim im zweiten Abschnitt mehr Druck gemacht, sodass der Stuttgarter Zugriff schrumpfte. Aber Matarazzo zeigte sich zufrieden: "Ich habe aber von unseren Jungs das ganze Spiel über eine gute Bereitschaft gesehen, defensiv zu arbeiten." Seine Mannschaft konnte dabei den Ball zirkulieren lassen, sodass Matarrazo den ersten Erfolg als Trainer als "geschlossene Mannschaftsleistung" feierte.
Auch seine Spieler sahen es ähnlich, wie Pascal Stenzel formulierte: "Es war heute noch nicht alles perfekt, aber insgesamt können wir sehr zufrieden sein." Im Kasten setzte Matarazzo derweil wieder auf Gregor Kobel und der Schweizer hielt den "sehr wichtigen Sieg" fest: "Wir haben sehr wenig zugelassen und in der kurzen Zeit schon viel Gefordertes verinnerlicht und umgesetzt." Mit dem Erfolg konnte sich Stuttgart zunächst wieder auf den zweiten Tabellenplatz vorschieben, da der Hamburger SV erst am Donnerstagabend in die Restrunde startet.