Bericht: Gomez will nicht in den "Kölner Keller"

Trotz der Weihnachtszeit steht Mario Gomez vom VfB Stuttgart nach seiner scharfen Kritik am Videobeweis offenbar nicht der Sinn nach einer Aussöhnung mit den Entscheidern im "Kölner Keller". Laut der "Bild"-Zeitung will der Ex-Nationalspieler die Einladung in die Räumlichkeiten der Video-Assistenten nicht annehmen.

Einladung von Drees ausgeschlagen

Demnach schlug Gomez nach der Aberkennung von fünf Toren in den vergangenen drei Spielen das Angebot von Videobeweis-Projektleiter Jochen Drees zu einer Erläuterung der Wege zu einer Entscheidungsfindung vor Ort aus. Gründe für die mutmaßliche Absage sind nicht bekannt.

Gomez hatte am vergangenen Montag nach der neuerlichen Aberkennung eines Treffers wegen einer knappen Abseitsstellung beim 1:1 der Schwaben bei Darmstadt 98 aus seinem Frust kein Hehl gemacht. Der 34-Jährige nannte den Videobeweis "bescheuert“, "Bullshit" und "Wahnsinn". In der unmittelbaren Erregung nach Schlusspfiff bezeichnete der Torjäger seine "schwarze Serie“ außerdem als "Quittung dafür, dass ich den Schiedsrichtern 20 Jahre lang auf die Eier gegangen bin“.

Entscheidungen vom VAR nur bestätigt

Drees wies den Vorwurf von persönlichen Gründen für die Entscheidungen der Videoschiedsrichter (VAR) allerdings zurück. Der VAR-Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) lud Gomez sogar in den "Kölner Keller“ ein, um sich selbst ein Bild zu machen: "Wir können ihm gerne erklären, wie der Video-Assistent und die kalibrierte Linie funktionieren. Er kann sich auch selbst mal an eine Arbeitsstation setzen und Abseitssituationen bewerten", sagte Drees. Der frühere Spitzenreferee wies zugleich aber auch darauf hin, dass vier Abseitspositionen von Gomez in den fünf umstrittenen Situationen bereits im Stadion vom Linienrichter angezeigt und vom VAR lediglich bestätigt worden seien.

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