• Facebook
  • Twitter

Trotz Darmstädter Höhenflug: "Es reichen keine 99 Prozent"

© imago images / Poolfoto

Überraschend stößt der SV Darmstadt in der späten Phase der Saison noch in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga vor. Dass im Umfeld nun Träumerein entstehen ist für Cheftrainer Dimitrios Grammozis nichts ungewöhnliches, doch der Coach dämpfte auch die Erwartungen. Denn dann könnte der SVD "auf die Schnauze fallen".

40-Punkte-Marke geknackt

Trotz seines feststehenden Abgangs setzt Dimitrios Grammozis seine Erfolgsgeschichte als Cheftrainer des SV Darmstadt Stück um Stück fort. Mit dem letzten Sieg in Aue überschritten die Lilien die ominöse 40-Punkte-Marke und stellten den Kontostand sogar auf 42 Zähler. In der Abschlusstabelle der Vorsaison hatten die Hessen gerade einmal vier Pünktchen mehr. Das weckt Hoffnung. "Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Marke erreicht haben – gerade im Hinblick darauf, wie die Saison verlaufen ist und wie viel Energie jeder investiert hat", ist Grammozis im "Kicker" aber erst einmal mit dem Erreichten zufrieden.

Sieben Spiele in Folge konnte der SVD kurz nach Saisonbeginn nicht gewinnen, fünf weitere Unentschieden in Reihe folgten zum Ende der Hinrunde. Die Saison der Darmstädter ist eine Achterbahn – und doch stehen die Lilien nur noch drei Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz. "Wir dürfen trotz der Punktezahl nicht glauben, dass wir uns darauf ausruhen können", will Grammozis in erster Linie jetzt einen Leistungsabfall verhindern. Das dürfte allein durch den Traum vom Aufstieg aber nicht drohen: "Klar, Teile des Umfelds beschäftigen sich möglicherweise damit, das ist auch okay."

"Sind weiter heiß und motiviert"

Für Grammozis ist das bislang kein Thema. Obwohl durch die aktuelle Punktzahl ein "gewisser Ballast" abfällt, sieht der Coach nach wie vor ein hohes Leistungsniveau in der Spielklasse. "In dieser Liga reichen keine 99 Prozent", erklärt der Cheftrainer daher und betont, dass die Spieler auch mit 42 Punkten im Rücken nicht sicher sein dürfen: "Sollten wir das glauben, werden wir auf die Schnauze fallen."

Deswegen sollen sich die Lilien-Spieler fokussieren. "Wir sind weiter heiß und motiviert", stellt Grammozis in Aussicht, dass die Darmstädter Profi-Kicker dazu auch bereit sind. Das kann unter Umständen noch ungeahnte Kräfte wecken: "Jeder Sieg, den wir einfahren, macht uns nur noch hungriger." Und bei noch sechs ausstehenden Partien kann nichts ausgeschlossen werden.