Gruev: "Die Spieler hatten ein paar falsche Ideen im Kopf"

Der MSV Duisburg spielt als Aufsteiger eine gute Saison, muss jedoch nach der 2:3-Pleite in Braunschweig ein bisschen Richtung Tabellenkeller schauen. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt nur noch vier Punkte. Die Niederlage in Niedersachsen war die dritte in Serie.
Duisburger stehen im ersten Durchgang neben sich
"Die Liga bleibt sehr eng. Der Druck nimmt zu", wird MSV-Präsident Ingo Wald im "Kicker" zitiert. Vor allem ein seltsam blutleerer Auftritt in der ersten Halbzeit kostete den Zebras mögliche Punkte. Gegen tiefstehende Gastgeber und deren schnelles Umschaltspiel fand der MSV, der mittlerweile nach Heidenheim die zweitschwächste Defensive hat, kein Gegenmittel. Bereits nach 20 Minuten hatten die Gäste zwei Treffer kassiert. Nach 34 Minuten war es Moritz Stoppelkamp, der offensiv ein Lebenszeichen setzte. Doch das 0:3 wenig später war bereits die Vorentscheidung. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht auf dem Spielfeld und haben der Eintracht das Leben viel zu einfach gemacht“, wird MSV-Chefcoach Ilia Gruev auf der Vereinshomepage zitiert. Auch die Tore seien zu einfach gefallen.
Trainer wird in der Pause laut
Nach seiner Standpauke kamen die Duisburger in der zweiten Halbzeit besser in Tritt, taten sich jedoch gegen clever verteidigende Braunschweiger weiter schwer. Kevin Wolze war es, der den Aufwand des MSV schließlich mit einem Freistoß belohnte. Die Duisburger drängten weiter und erzwangen sieben Minuten vor dem Schlusspfiff noch ein Eintracht-Eigentor. Doch zu mehr reichte es nicht mehr. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, brachte es Kevin Wolze treffend auf den Punkt. „Wir müssen zusehen, dass wir in der Länderspielpause jetzt gut arbeiten und wieder auf die Grundtugenden zurückkommen, die uns in der Hinrunde und zum Anfang der Rückrunde so stark gemacht haben.“ Knapp zwei Wochen hat der MSV Zeit, daran zu arbeiten. "Die Länderspielpause kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", so Gruev im "Kicker", dessen Spieler nach seiner Aussage "ein paar falsche Ideen im Kopf hatten".